Letztes Update am Mo, 22.10.2018 18:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Eine schwächere Wall Street hat am Montagnachmittag den bis dahin freundlichen DAX gebremst und den deutschen Leitindex bis Handelsschluss in Schach gehalten. Nach der Eröffnung in New York war der DAX zeitweise unter 11.500 Punkte gerutscht.

Beim Stand von 11.524,34 Punkten und einem Minus von 0,26 Prozent überschritt er die Ziellinie. Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDAX verlor 0,46 Prozent auf 24.038,28 Punkte.

Investoren hatten zwischenzeitlich auf eine Lösung im Finanzstreit zwischen der EU und Italien gesetzt. Der Schuldenstreit droht aber zu eskalieren. Die italienische Regierung verteidigte ihren umstrittenen Kurs einer höheren Neuverschuldung. Der Eurokurs wurde davon belastet. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1459 US-Dollar.

Mit hohem Kurszuwachs waren am deutschen Aktienmarkt am Nachmittag die Papiere von Linde in den Mittelpunkt gerückt, nachdem die US-Kartellbehörde FTC die Fusion des deutschen Industriegaseherstellers mit dem US-Konkurrenten Praxair unter Auflagen genehmigt hatte. An der DAX-Spitze gewannen die zum Umtausch eingereichten Titel 3,60 Prozent. Die nicht eingereichten Linde-Papiere stiegen um 2,87 Prozent.

Ansonsten dominierten am Mark Gewinnwarnungen das Geschehen. Der Autozulieferer Leoni, der Schmierstoffherstellers Fuchs Petrolub und die Südzucker-Tochter Cropenergies mussten ihre Prognosen senken.

Die Leoni-Papiere wandelten allerdings ihre nach der Nachricht verbuchten kräftigen Verluste von mehr als 6 Prozent rasch in deutliche Gewinne um. Einige Anleger hätten die Abschläge wohl als Kaufchance gesehen, andere auf noch stärkere Kursverluste gesetzt und ihre Leerverkaufspositionen eingedeckt, hieß es von Marktexperten. Zum Handelsschluss standen sie 2,17 Prozent höher. Nach dem starken Kursrückgang der vergangenen Wochen hätten die Anteile nun deutliches Potenzial, kommentierten Experten von LBBW.

Für Fuchs Petrolub ging es indes um 6,23 Prozent abwärts. Cropenergies sackten um 5,42 Prozent ab. Südzuckerverloren 1,68 Prozent. Den Aktien des Mobilfunkanbieters 1&1 Drillisch half die Nachricht über den Beschluss eines Aktienrückkaufprogramms. Sie gewannen 1,62 Prozent.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA482 2018-10-22/18:17




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