Letztes Update am Di, 23.10.2018 08:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bayer will Berufung gegen revidiertes Glyphosat-Urteil einlegen



Leverkusen/San Francisco (APA/dpa) - Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer will gegen das revidierte Schadenersatzurteil im ersten US-Prozess um angeblich verschleierte Krebsgefahren glyphosathaltiger Unkrautvernichter Berufung einlegen. Bayer sei nach wie vor überzeugt, dass das Urteil im Widerspruch zu den im Prozess vorgelegten Beweisen stehe, teilte der DAX-Konzern am Dienstag in Leverkusen mit.

Die deutliche Reduzierung des Strafschadenersatzes durch das Gericht sei „ein Schritt in die richtige Richtung“, doch plane Bayer, Berufung beim California Court of Appeal einzulegen. So hält die zuständige Richterin Suzanne Ramos Bolanos zwar eine deutlich reduzierte Entschädigung von 78 Mio. US-Dollar (68 Mio. Euro) statt den von einer Geschworenenjury in San Francisco beschlossenen 289 Mio. Dollar für angemessen. Den von Monsanto gestellten Antrag auf einen neuen Prozess lehnte die Richterin aber ab. Das Verfahren ist bedeutend, da in den USA nach jüngsten Angaben rund 8.700 Klagen wegen möglicher Erkrankungen durch Glyphosat gegen Monsanto laufen.

~ ISIN DE000BAY0017 WEB http://www.bayer.de/

http://www.monsanto.com/ ~ APA049 2018-10-23/08:12




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