Letztes Update am Di, 23.10.2018 11:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bayer-Aktien brechen nach Entscheidung im Glyphosat-Prozess ein



Leverkusen (APA/dpa) - Bei den Aktionären von Bayer ist die Furcht vor unwägbaren Milliardenrisiken wegen der Glyphosat-Klagen in den USA am Dienstag wieder gewachsen. Vorausgegangen war die Entscheidung einer US-Richterin, den Schadenersatz im ersten US-Glyphosatprozess nur zu senken, statt den Prozess neu aufzurollen.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Die im Raum stehende Zahlung liegt zudem immer noch im höheren zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich. Die Bayer-Aktien brachen am Vormittag zuletzt um rund 7 Prozent auf 71,12 Euro ein. Damit rutschten die Papiere in Richtung ihres September-Tiefs von 69,40 Euro ab. Erst auf diesem Niveau hatte sich der Kurs gefangen, nachdem er im August infolge des Beschlusses einer Geschworenenjury eingebrochen war. Die Jury hatte damals beschlossen, dass einem Krebspatienten ursprünglich eine Entschädigung von 289 Mio. Dollar zu zahlen ist. Der Patient macht Unkrautvernichter des von Bayer übernommenen Saatgutkonzerns Monsanto für seine Erkrankung verantwortlich.

Seit dem Urteil ist der Börsenwert von Bayer um mehr als 20 Mrd. Euro abgesackt. Aktuell liegt der Börsenwert des Agrarchemie- und Pharmakonzerns noch bei rund 66 Mrd. Euro.

Die Richterin Suzanne Ramos Bolanos hält nun zwar statt der 289 Mio. Dollar eine Entschädigung von 78 Mio. Dollar (68 Mio. Euro) für angemessen. Das ist laut Analyst Ian Hilliker vom Investmenthaus Jefferies aber immer noch sehr viel. Die Entscheidung der Richterin, die Summe nur zu reduzieren, sei eine Enttäuschung. Bayer will nun in Berufung gehen, da das Urteil nach Ansicht des Konzerns im Widerspruch zu den im Prozess vorgelegten Beweisen steht.

~ ISIN DE000BAY0017 WEB http://www.bayer.de/ ~ APA189 2018-10-23/11:56




Kommentieren