Letztes Update am Di, 23.10.2018 12:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen einheitlich stark im Minus



Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mit deutlichen Verlusten tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor um 604,04 Zähler oder 2,67 Prozent auf 22.010,78 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 806,60 Zähler (minus 3,08 Prozent) auf 25.346,55 Einheiten. Der Shanghai Composite gab um 60,05 Punkte oder 2,26 Prozent auf 2.594,83 Punkte ab.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich stark geschwächt. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 33.847,23 Zählern mit minus 287,15 Punkten oder 0,84 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 61,3 Zähler oder 1,02 Prozent auf 5.944,90 Einheiten.

Für die negative Tendenz wurde die Verunsicherung durch unterschiedliche internationale Konflikte verantwortlich gemacht. Während der Handelsstreit zwischen den USA und China weiter schwelt, spitzt sich der Konflikt mit Saudi-Arabien zu. So hält US-Präsident Donald Trump die offizielle Erklärung des Landes zum gewaltsamen Tod des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi nicht für ausreichend. Ferner drohte Trump nach dem angekündigten Ausstieg aus einem wichtigen Abrüstungsvertrag nun mit einer Aufstockung des amerikanischen Atomwaffenarsenals.

Bei den Einzelwerten wirkten sich unterdessen weitgehend vor allem Unternehmensnachrichten kursbewegend aus. Am australischen Aktienmarkt gingen die Anteilscheine von Healthscope mit einem satten Kursaufschlag aus dem Handel. Die Papiere des Krankenhausbetreibers sprangen um 19,33 Prozent hoch. Zuvor war über ein Übernahmeangebot in der Höhe von 4,1 Milliarden Australischen Dollar durch ein Konsortium berichtet worden.

Der japanische Elektronikkonzern Sony will bei der geplanten Milliardenübernahme des Musikverlags Emi keine Zugeständnisse an die europäische Kartellbehörde machen. Der Konzern ließ die von der Europäischen Kommission bis zum 19. Oktober gesetzte Frist ohne Antwort verstreichen, wie die Internetseite der Behörde am Montag zeigte. Dies könnte einerseits bedeuten, dass die Japaner mit der vorbehaltlosen Genehmigung der geplanten Übernahme rechnen. Auf der anderen Seite könnte es darauf hindeuten, dass die Kartellwächter Ende des Monats eine vertiefte Prüfung starten. Sony will sich für 2,3 Mrd. Dollar (2 Mrd. Euro) die Kontrolle bei Emi sichern. Die Sony-Papiere schlossen mit einem Minus von 1,98 Prozent.




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