Letztes Update am Di, 23.10.2018 12:32

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lea Halbwidl ist neue Bezirksvorsteherin in Wien-Wieden



Wien (APA) - Der vierte Wiener Gemeindebezirk, die Wieden, hat mit Lea Halbwidl (SPÖ) eine neue Bezirksvorsteherin. Die 36-Jährige folgt Leopold Plasch nach, der 2010 den traditionell bürgerlichen Bezirk für die Sozialdemokraten gewinnen konnte. Auf der Agenda steht nun etwa ein Markt am Südtiroler Platz.

„Ich will nicht die graue Eminenz spielen. Man muss den Zeitpunkt erkennen, wann genug ist“. Mit diesen Worten begründete Leopold Plasch am Dienstag bei einer Pressekonferenz seinen Rückzug aus der Wiener Bezirkspolitik. Seit 2010 stand der nun 70-jährige an der Spitze des Wiener Innenbezirkes. Nach jahrzehntelanger Dominanz der ÖVP auf der Wieden konnte der ehemalige Hauptschuldirektor vor acht Jahren den Bezirksvorsteher-Posten für die SPÖ erringen.

An seiner Seite habe in den letzten Jahren bereits Lea Halbwidl viele Projekte begleitet, daher solle sie nun „nicht nur säen, sondern auch ernten“. Mit 94 Prozent wurde sie in einer Sitzung zur Bezirksvorsteherin gewählt. Damit hätte sich „keine Fraktion verweigert“, erklärte Plasch.

Halbwidl selbst freue sich „sehr auf die neue Aufgabe“, wie sie betonte und sprach sich gleich gegen eine mögliche Streckenteilung des Autobusses 13A aus. Die Wiener Linien dachten aufgrund des U-Bahn-Baus auf der Mariahilfer Straße eine mögliche Teilung der Strecke des Busses an, der auch den vierten Bezirk durchquert. Jedoch habe man erst kürzlich in die Gelenkbusse investiert, die man dann aus dem Verkehr ziehen müsste: „Die Teilung wäre eine Verschlechterung für die Fahrgäste, die dann auch umsteigen müssten“, sagte Halbwidl.

Im Bezirk selbst will die neue Bezirksvorsteherin auf Gespräche mit den Bewohnern setzen und gemeinsame „Grätzelspaziergänge“ unternehmen, wo die Wiedener ihre Anliegen direkt vor Ort anbringen können. Eine Neuigkeit wird auch ein Markt am Südtiroler Platz sein, an dem ab November jeden Freitag saisonale Produkte angeboten werden sollen.

Das Vorhaben der Teilöffnung des Grünareals im Theresianum, mit dem Leopold Plasch 2010 in den Wahlkampf gezogen ist, wurde bis heute nicht verwirklicht. Lea Halbwidl erklärte hierzu, dass man seitens des Bezirkes „offen und gesprächsbereit sei“ und sich eine Teilöffnung etwa in den Sommermonaten vorstellen könnte, in denen es keinen regulären Schulbetrieb gibt. Jedoch sei man noch in keine konkreten Verhandlungen dazu eingetreten.

Im Bereich der Beratung wird es künftig neue Angebote geben, wie eine kostenlose Beratung für Mieter und Vermieter, die Fragen zu der neuen von der Stadt Wien ausgearbeiteten Lagezuschlagskarte haben. Laut Halbwidl sind gemäß der neuen Karte etliche Gebiete vom Lagezuschlag ausgenommen. Auch bezüglich der neuen Wiener Bauordnung wird kostenlose Beratung offeriert.




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