Letztes Update am Di, 23.10.2018 12:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


VW-Abgasaffäre: Staatsanwaltschaft in Südkorea will deutsche Hilfe



Düsseldorf/Wolfsburg (APA/dpa) - In der VW-Dieselaffäre treibt die Anklagebehörde in Südkorea ihre Ermittlungen voran. Die Behörde habe ein Rechtshilfeersuchen an die Staatsanwaltschaft in Braunschweig gerichtet, sagte der Sprecher der Behörde, Klaus Ziehe, am Dienstag. Zu inhaltlichen Details äußerte sich Ziehe nicht. Der VW-Konzern und mehrere Manager müssen sich in Südkorea wegen des Abgasskandals verantworten.

Südkoreas Handelskommission hatte Volkswagen vorgeworfen, in seiner Werbung fälschlicherweise von umweltfreundlichen Autos gesprochen zu haben, die verschärfte Abgasnormen erfüllten. Insgesamt geht es um rund 120.000 Fahrzeuge, die auf diese Weise zwischen 2008 und 2015 beworben wurden. VW hatte im September 2015 eingeräumt, rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge weltweit mit Software zur Manipulation von Abgaswerten ausgerüstet zu haben. Südkorea verhängte gegen den Autobauer eine Strafe von umgerechnet fast 30 Mio. Euro.

Darüber hinaus wird gegen die VW-Tochter Audi wegen Betrugsverdachts in dem Land ermittelt. Dabei geht es um falsch angegebene Fahrgestellnummern. Audi soll jahrelang Fahrgestellnummern und Testprotokolle gefälscht haben, um die südkoreanischen Behörden zu täuschen und eine Betriebserlaubnis für die betreffenden Wagen zu erhalten.

~ ISIN DE0007664039 WEB http://www.volkswagenag.com ~ APA236 2018-10-23/12:55




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