Letztes Update am Mi, 24.10.2018 08:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Slash und Co erweitern des Nova-Rock-Aufgebot - Popnews



Wien (APA) - *

Mit Die Ärzte und Slipknot hat das Nova Rock im kommenden Jahr bereits zwei hochkarätige Headliner, nun wurde das Aufgebot an Bands nochmals erweitert: Unter anderem wird beim Festival in Nickelsdorf Gitarrenlegende Slash mit Sänger Myles Kennedy und den Conspirators aufspielen, ein weiteres Highlight stellt die britische Band The Cure dar. Ebenfalls angekündigt wurden heute Metalacts wie Rob Zombie, Sabaton, Godsmack und Trivium. Stilistisch in die Breite gehen die Veranstalter dank RAF Camora und Bonez MC, die aktuell die heimischen Charts mit ihrem neuen Album „Palmen aus Plastik 2“ lahmgelegt haben. In Sachen Rap ist auch Rin unterwegs, für kantigen Rock sorgen hingegen Papa Roach, während die unverwüstlichen Dropkick Murphys die Punkgemeinde anlocken sollen. Als Late-Night-Special soll schließlich Videoblogger Leo Moracchioli mit seinen Coverversionen einheizen. Das Festival geht von 13. bis 16. Juni 2019 über die Bühne.

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Tool waren schon immer anders: Die Band um Exzentriker Maynard James Keenan hat sich in rund 30 Jahren Karriere einen Ruf als Ausnahmegruppe erspielt, die progressive Strukturen mit ordentlicher Härte und einprägsamen Melodien zusammenbringt. Aber seit mittlerweile 12 Jahren warten Fans auf neues Material, und der Nachfolger von „10.000 Days“ wurde zwar mehrfach angeteast, aber wirklich konkrete Informationen gibt es dazu bis heute nicht. Immerhin kann das alte Material in der Konzertdarbietung bewundert werden: Am 5. Juni 2019 kommt das US-Quartett in die Wiener Stadthalle.

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„Hin und Weg“ heißt es für Xavier Naidoo im kommenden Jahr: Der deutsche Popstar, der in jüngster Zeit eher durch umstrittene Aussagen denn neue Musik aufgefallen ist, ist 2019 mit einer Best-of-Tour unterwegs, die eine Auswahl aus seiner 25 Jahre umfassenden Karriere bietet. Und diese ist durchaus erfolgreich verlaufen, hat Naidoo doch knapp 13 Millionen Tonträger abgesetzt und mit Songs wie „Ich kenne nichts“ oder „Sie sieht mich nicht“ radiotaugliche Ohrwürmer abgeliefert. Den Auftakt macht dabei ein Konzert in der Wiener Stadthalle am 25. November, danach folgen Auftritte in der Schweiz und Deutschland. Karten für die Tour sind ab Freitag regulär erhältlich.

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Ein Meister des entspannten Spiels war er schon immer: Mark Knopfler hat schließlich nicht nur mit den Dire Straits seine Spuren in der Musikgeschichte hinterlassen, sondern weiß auch als Solokünstler seit Jahren bestens im gehobenen Rockfach mit Schmeichelfaktor zu überzeugen. Der mehrfache Grammy-Gewinner veröffentlicht Mitte November seine neue Platte „Down the Road Wherever“, mit der auch auf Tour geht: Am 28. Juni 2019 führt ihn diese in die Wiener Stadthalle. Regulärer Vorverkaufsstart ist am Freitag.

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Sie sind wieder da und gehen offenbar auch nicht mehr weg: Nostalgische Gefühle evozierte die Kelly Family, als sie dieses Frühjahr nach langer Schaffenspause die österreichischen Fans wieder mit einem Konzert beglückte. Im Sommer folgten weitere Auftritte, und nun können sich Anhänger der irisch-deutschen Sippe mit reichlich Gefühl für poppige Folksongs den Kalender für 2019 zur Hand nehmen. Dann wird nämlich das 25-Jahr-Jubiläum der Erfolgsplatte „Over The Hump“ gefeiert, was die Family zu einer ausgedehnten Konzertreise veranlasst. Am 19. Dezember machen die Kellys dabei in der Wiener Stadthalle Station.

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New York, Berlin, Lecce: Arbeitet Zach Condon an neuer Musik, scheint ein internationaler Ansatz unumgänglich. Als Beirut hat der US-amerikanische Musiker in der vergangenen Dekade seinen ganz eigenen Sound entwickelt, der sich bei der Folklore Osteuropas ebenso bedient wie einer auf eingängig getrimmten Poptradition. Folglich irgendwo zwischen Weltmusik und Folk angesiedelt dürfte auch sein neuestes Baby „Gallipoli“ sein, das im Februar 2019 erscheinen wird - benannt nach der kleinen italienischen Stadt, in deren Nähe viel vom neuen Material entstanden und eingespielt wurde. Live präsentiert Beirut die neuen Songs am 14. April im Wiener Gasometer.

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Mit einzelnen Songs ist sie schon lange präsent, nun veröffentlicht Ina Regen ihr Debütalbum „Klee“: Die oberösterreichische Sängerin zeigt sich darauf als durchaus gefühlvolle Interpretin, die ihren opulent angelegten Dialektpop authentisch transportiert. Im Opener „Paris“ gelingt das melancholisch, während sich „Nordstern“ behutsam im Aufbau präsentiert und sukzessive breiter angelegt wird. Ebenfalls vertreten unter den elf Songs ist das Duett mit Conchita, die ursprünglich von Hubert von Goisern stammende Nummer „Heast as net“. Zur Albumveröffentlichung am 2. November wird Regen im Wiener EMI-Store auf der Kärntnerstraße ein Akustikkonzert geben und auch Autogrammwünsche erfüllen. Weitere Konzerte in Molln, Hochfilzen, Wien, Amstetten oder Linz folgen bis Weihnachten.

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1986 versuchte sich Talking-Heads-Mastermind David Byrne in seinem Spielfilmdebüt „True Stories“ als Regisseur. Der Musikfilm erzählt vom Leben in der fiktiven texanischen Stadt Virgil, die sich auf die Feierlichkeiten zum 150-Jahr-Jubiläum der Gründung vorbereitet. Byrne selbst führt durch das bunte, kommunale Treiben, John Goodman ist der in Sachen Liebe erfolglose, singende Hauptdarsteller. Die Musik zum Film mündete in das gleichnamige, siebente Studioalbum der Talking Heads (mit u.a. „Wild Wild Life“, „Love For Sale“, „Radio Head“) , wobei die Gesangsdarbietungen des Cast allerdings nicht verwendet wurden. Nun, 22 Jahre später, hat sich Byrne sein Filmprojekt wieder zur Brust genommen und sämtliche 23 Filmsongs in der Original-Reihenfolge digital neu abgemischt. Auch der Film selbst wurde auf 4K-Ebene gehievt und wird in DVD- und Blu-ray-Format, angereichert mit neuer Dokumentation, gelöschten Szenen und mehr neu aufgelegt. „True Stories“ erscheint als filmische Version am 20. November in den USA, den Soundtrack gibt‘s im CD-, Vinyl- und Digitalformat (Todomundo/Nonesuch Records) drei Tage später.




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