Letztes Update am Mi, 24.10.2018 12:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Stichwort - Das Erdbeobachtungsprogramm der ESA



Paris/Frascati/Wien (APA) - Das Erdbeobachtungsprogramm der ESA - Copernicus - hat mit Josef Aschbacher einen Österreicher als Direktor. Er arbeitet von Frascati bei Rom aus (European Space Research Institute - ESRIN) und verwaltet das höchste Teilbudget der Europäischen Raumfahrtagentur. Es beträgt 1,46 Mrd. Euro im Jahr - 26 Prozent des gesamten ESA-Budgets von 5,6 Mrd. Euro.

Österreich steuert etwas mehr als 2 Prozent zum ESA-Budget bei. Die zwischenstaatliche Organisation wurde 1975 gegründet, hat 22 Mitglieder und sich ausschließlich der friedlichen Nutzung des Weltraums verschrieben. Die unterschiedlichen Raketen bringen unterschiedliche Satelliten von Kourou aus Französisch-Guyana aus in den Orbit. Büros und Niederlassungen gibt es an zahlreichen Orten.

Generaldirektor ist der deutsche Jan Wörner. Das Erdbeobachtungsprogramm ist eines von insgesamt zehn einzelnen Direktorien.

Vom Erdbeobachtungsprogramm sind derzeit 14 Satelliten in Betrieb. 26 weitere befinden sich derzeit in Entwicklung. Beobachtet wird praktisch alles von Radar- und Spektralaufnahmen auf Landflächen hin zur Überwachung der Meere und Atmosphäre.

Der 56 Jahre alte Aschbacher beschrieb sich dieser Tage vor österreichischen Journalisten beim ESRIN in Frascati als von klein auf vom Weltraum begeistert. Als der Bergbauernbub 7 Jahre alt war, fand die erste Mondlandung statt. Eigentlich hätte er als ältester Sohn von insgesamt sechs Kindern den heimatlichen Bergbauernhof übernehmen sollen. Er überzeugte seine Eltern aber davon, weiter in die Schule - ins Gymnasium in Innsbruck - gehen zu dürfen. Den Hof übernahm ein Bruder des Wissenschafters, der in der Tiroler Landeshauptstadt Meteorologie studierte und dann bei der ESA Karriere machte.




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