Letztes Update am Mi, 24.10.2018 12:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Festwochen - Kaup-Hasler kündigt mehr Eigenproduktionen an



Wien (APA) - Die Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) will den Anteil an Eigenproduktionen bei den Festwochen erhöhen. Das hat sie am Mittwoch in der Fragestunde des Gemeinderats betont. „Die Wiener Festwochen waren immer ein Ort der Entdeckung, der Akzente und Impulse gesetzt hat“, führte sie aus. Die Ressortchefin will dazu vor allem die Zusammenarbeit mit großen Institutionen forcieren.

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Das im Vergleich zu anderen Festivals hohe Budget wolle man für derartige Kooperationen nutzen, beispielsweise für Musiktheater und Opernproduktionen - die sehr teuer und aufwendig seien. In den vergangenen beiden Jahren war kritisiert worden, dass es an diesen Eigenproduktionen fehlte.

Um aber auch das notwendige junge Publikum zu gewinnen, brauche es gleichzeitig eine Neuerfindung und eine Anpassung der „verfestigten Strukturen“ an die Gegenwart. Kaup-Hasler erklärte etwa, dass Spielstätten, die in den vergangenen zwei Jahren neu dazugekommen sind, nach Möglichkeit erhalten werden sollen. Genannt wurde heute im Gemeinderat etwa die ehemalige Sargfabrik in Atzgersdorf und das Schloss Neugebäude.

Nach Auffassung von Kaup-Hasler ist Intendant Christophe Slagmuylder als einer der wenigen in der Lage, das künstlerische Großevent in einem „Ausnahmezeitraum“ von nur sechs Monaten neu auf die Beine zu stellen. Angesichts dieser sehr kurzen Zeit, bat sie aber auch um Nachsicht für den Neo-Intendanten. Die Stadträtin erklärte, dass man nicht nur das Vertrauen der Besucher, sondern auch jenes von Sponsoren wieder zurückgewinnen wolle, die sich zum Teil zurückgezogen hätten.

Slagmuylder war heute auf der Besuchergalerie anwesend. Er ist Nachfolger des vorzeitig abgelösten Ex-Chefs Tomas Zierhofer-Kin, der 2017 und 2018 für das Programm der Festwochen verantwortlich zeichnete. Zierhofer-Kin war von Kaup-Hasler unmittelbar nach ihrem Amtsantritt im Juni 2018 abgelöst worden. Sie habe damals „dringenden Handlungsbedarf“ gesehen, verriet sie.




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