Letztes Update am Mi, 24.10.2018 13:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Berichte: Briten wollen bei ungeregeltem Brexit Schiffe chartern



London (APA/dpa) - Die britische Regierung will für den Fall eines ungeregelten Brexits Medienberichten zufolge Schiffe für die Versorgung mit Nahrungs- und Arzneimitteln chartern. Auf diese Weise wolle man ein mögliches Chaos durch neue Zollkontrollen im Ärmelkanal verhindern, berichtete die „Financial Times“ am Mittwoch.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

„Wir bleiben zuversichtlich, dass wir noch ein Abkommen mit der EU erreichen“, teilte das Verkehrsministerium in London auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Aber es ist nur vernünftig, wenn sich Regierung und Industrie auf eine Reihe von Szenarien vorbereiten.“

Bei einem No-Deal-Szenario könnte sich die Route zwischen Dover und Calais laut Kabinettschef David Lidington schnell zum Nadelöhr entwickeln. Es sei durch Kontrollen auf französischer Seite dann für ein halbes Jahr wohl nur noch 12 bis 25 Prozent der normalen Kapazität verfügbar, habe Lidington dem Kabinett berichtet, hieß es in der „Financial Times“.

Als Alternative sollen gecharterte Schiffe auf weniger frequentierten Routen verkehren und andere britische Häfen anlaufen. Neben Lebensmitteln und Medikamenten könnten auch Pkw-Teile an Bord sein. Die Autobauer in Großbritannien fürchten Lieferengpässe.




Kommentieren