Letztes Update am Mi, 24.10.2018 13:41

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Iraker offenbar ohne Wissen von Lkw-Fahrer in Kühllaster geschmuggelt



Saarlouis (APA/AFP) - Fünf Iraker, die am Dienstag in Saarlouis aus einem Kühllaster befreit wurden, sind offenbar ohne das Wissen des Fahrers in das Fahrzeug geschmuggelt worden. Weitere Ermittlungen in dem Fall hätten ergeben, dass die Männer von Unbekannten in Frankreich in den Anhänger gebracht wurden, wie die deutsche Bundespolizei im Saarland am Mittwoch mitteilte.

Der mit Milchprodukten beladene Lastwagen, in dem eine Temperatur um den Gefrierpunkt herrschte, war nach Erkenntnissen der Bundespolizei am Montagabend in Mailand gestartet und unterwegs nach Saarlouis. Rund 250 Kilometer vor der deutschen Grenze wurden die Iraker in Frankreich in den Laster gebracht.

Die Männer riefen während der Fahrt von einem Handy die französische Polizei an und gaben an, in dem Fahrzeug zu frieren. Zudem werde die Luft knapp. Eine Ortung des Mobiltelefons ergab kurz darauf, dass der Laster sich bereits in Deutschland befand. An einer Tankstelle an der Autobahn 620 bei Saarlouis befreiten deutsche Einsatzkräfte die Iraker aus dem Fahrzeug. Eine Untersuchung ergab, dass sie leicht unterkühlt waren.

Der Lastwagenfahrer wurde festgenommen, weil er unter Schlepperverdacht stand. Auf Anordnung der Bundespolizei befand sich der Mann auch weiterhin in Gewahrsam. Er hatte bei der Fahrt ein Klopfen von der Ladefläche gehört, fuhr aber nach Angaben der Bundespolizei noch rund eineinhalb Stunden weiter, bis er kontrolliert wurde.




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