Letztes Update am Mi, 24.10.2018 13:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Haus der Geschichte - Weitere Ausstellungen zu 1918 im ganzen Land



Wien (APA) - Nicht nur in dem am 10. November eröffnenden Haus der Geschichte Österreich widmet man sich in den kommenden Wochen dem Jahr 1918. Auch das Wien Museum, das Haus der Geschichte Niederösterreich oder das Grazer Museum für Geschichte nähern sich dem Thema 100 Jahre Republik aus unterschiedlichen Perspektiven. Auf dem Heldenplatz erinnert eine Open-Air-Ausstellung an die Anfänge des neuen Staates.

„Tage der Entscheidung: Gründung der Republik 1918“ nennt sich die Freiluftausstellung, die bis Februar vor den Parlamentscontainern am Heldenplatz zu sehen ist. Auf zehn doppelseitigen Schautafeln widmet man sich den „Schicksalstagen, in denen nach dem Zusammenbruch der Monarchie die Weichen für die enormen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftspolitischen Umwälzungen hin zu einer demokratischen Republik gestellt wurden“. Die auf den zehn Standrahmen präsentierten Folien beleuchten nicht nur die Ereignisse auf politisch-strategischer Ebene und die damals handelnden Personen, sondern setzen sich auch mit den gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen und der Lage der Bevölkerung auseinander. Der Fokus liegt dabei auf der Rolle des Parlaments: „Im Hinblick auf die parlamentarische Dimension der damaligen Ereignisse freut es mich, diese Ausstellung gerade am Heldenplatz - ein Platz im Zentrum von Wien, der in der österreichischen Zeitgeschichte eine ganz besondere Bedeutung einnimmt - präsentieren zu können“, so Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka zur Ausstellung.

Das Wien Museum steigt am 25. Oktober mit der Schau „Die erkämpfte Republik. 1918/19 in Fotografien“ in den Ausstellungsreigen ein und beleuchtet anhand der Ereignisse vom 12. November 1918, als Hunderttausende auf die Wiener Ringstraße gekommen waren, um das Ende der Habsburger Monarchie und den demokratischen Neubeginn zu feiern, die Entstehung des neuen Staates und die Folgen der Wendezeit 1918/19. „Der politische und gesellschaftliche Umbruch fand erstmals vor den Augen von Fotojournalisten statt“, heißt es in der Ankündigung. Im Zentrum der Ausstellung steht das Werk des Wiener Fotografen Richard Hauffe, der besonders eindrückliche Bilder der jungen Republik hinterlassen habe, die erstmals gezeigt werden. (Wien Museum: „Die erkämpfte Republik“, 25. Oktober bis 3. Februar. Infos unter http://go.apa.at/di65htjS)

Mit einem sehr ähnlich klingenden Titel, aber unter ganz anderem Fokus widmet sich das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich dem Gedenkjahr: „Die umkämpfte Republik. Österreich 1918 bis 1938“ nennt sich die bis 24. März laufende Ausstellung, die den „Gründen für die Radikalisierung der politischen Lager in Österreich nachspürt, die 1934 zum Bürgerkrieg und der Errichtung eines autoritären Systems führten“. Die Ereignisse werden auf 550 Quadratmetern Ausstellungsfläche in die gesamteuropäische Entwicklung eingebettet. Zu sehen sind „Raritäten aus den Landessammlungen Niederösterreich“, Exponate aus einer eigens durchgeführten Sammelaktion sowie zahlreiche nationale und internationale Leihgaben. (Museum Niederösterreich: „Die umkämpfte Republik“, bis 24. März. Infos unter http://go.apa.at/4fMaTVHW)

Dem „Schicksal des habsburgischen Erbes nach 1918“ widmet sich das Hofmobiliendepot ab 5. Dezember und präsentiert die Ausstellung „Bruch und Kontinuität“ (Infos unter http://go.apa.at/iEB2dkeB). Einhergehend mit der Gründung der Republik wurde auch das Frauenwahlrecht eingeführt. Unter den Ausstellungen zum Thema findet sich u.a. auch die virtuelle Schau „Frauen wählet. 100 Jahre Frauenwahlrecht“ der Österreichischen Nationalbibliothek. (Infos unter http://go.apa.at/mV89HQQD)

Bereits seit dem Sommer widmet sich das mumok - Museum moderner Kunst dem Jubiläumsjahr aus anderer Perspektive: In „Photo/Politics/Austria. 1918 bis 2018“ (bis 3. Februar) zeigt man in Kooperation mit dem Wiener Photoinstitut Bonartes geschönte und ungeschönte, großteils fotografische Abbildungen der wechselvollen Geschichte Österreichs seit der Gründung der Republik. (Infos unter http://go.apa.at/04G5TzO1). „Leben an der Grenze“ nennt sich Teil zwei der dreiteiligen Ausstellung „100 Jahre Grenze“ im Grazer Museum für Geschichte. Beleuchtet wird die Zeit von 1919 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, Themen sind „nationale Aufladung, die nationalsozialistische Grenzverschiebungspolitik sowie schließlich die Errichtung des Eisernen Vorhangs“. Zu sehen ist die Schau bis zum 20. Jänner, Teil 3 eröffnet im April. (Infos unter http://go.apa.at/EwYJHTsf)

Noch bis zum 13. Jänner kann im Schlossmuseum in Linz die Ausstellung „Zwischen den Kriegen. Oberösterreich 1918 - 1938“ besucht werden. Die Sonderausstellung nimmt die Zeit von November 1918 bis zum März 1938 als Eckpunkte und zeigt die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklungen des Landes Oberösterreich in der Zwischenkriegszeit. (Infos unter http://go.apa.at/q9XSDj9V)




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