Letztes Update am Mi, 24.10.2018 14:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erneut Zusammenstöße zwischen Flüchtlingen und bosnischer Polizei



Bihac (APA) - An der Grenze zwischen Bosnien-Herzegowina und dem EU-Staat Kroatien ist es am Mittwoch erneut zu Zusammenstößen zwischen Migranten und der bosnischen Polizei gekommen. Am Vormittag durchbrachen Flüchtlinge laut Medienberichten eine Polizeiabsperrung, unmittelbar vor dem Grenzübergang Velika Kladusa-Maljevac wurden sie von einem Polizeikordon aufgehalten.

Die bosnische Polizei habe vor dem Grenzübergang, der mittlerweile für den gesamten Verkehr gesperrt wurde, etwa 150 bis 200 Flüchtlinge aufgehalten, meldete der regionale Privatsender N1. Die Situation ist Berichten zufolge angespannt. Nach weiteren Zusammenstößen soll es auch Verletzte unter den Flüchtlingen geben, schrieb die bosnische Zeitung „Dnevni Avaz“ auf ihrer Internetseite.

Die Flüchtlinge, die vor dem Grenzübergang verharren, verlangen einen Durchgang nach Kroatien, Aufrufe „Open Border“ (Öffnet die Grenze) waren zu hören. Laut „Dnevni Avaz“ befinden sich darunter auch viele Kinder, die hungrig und erschöpft sind.

Am Dienstag kamen rund 400 Flüchtlinge, darunter viele Frauen und Kinder, in die Nähe des Grenzübergangs, wo sie etwa 200 Meter vor der Grenze von der bosnischen Polizei aufgehalten wurden. Die Nacht verbrachten sie am Rand einer Straße im Freien oder in Zelten, wie Medien berichteten. Bereits am Dienstag kam es zu Rangeleien, als Flüchtlinge versuchten, die Grenze zu überqueren.

Inzwischen werden in Bihac etwa 90 Flüchtlinge seit Stunden in einem Zug, der aus Sarajevo angekommen war, von der Polizei am Aussteigen gehindert. Der Zug, der gegen 0.25 Uhr in Bihac angekommen war, stand am Mittwochvormittag immer noch auf dem Bahnhof, berichtete N1. Laut inoffiziellen Informationen sollen die Flüchtlinge zurück nach Sarajevo gebracht werden, wo sie in einer Kaserne untergebracht werden sollen.




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