Letztes Update am Mi, 24.10.2018 14:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salvini kündigte Plan zur Zwangsräumung besetzter Gebäude an



Rom (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat einen großen Plan zur Zwangsräumung besetzter Gebäude in Großstädten angekündigt. In mehreren Metropolen seien besetzte Immobilien Treffpunkt von Drogendealern und Kriminellen, sagte Salvini.

Der Minister bezog sich auf den Fall eines 16-jährigen Mädchens, das in einem verwahrlosten Gebäude im Zentrum von Rom vermutlich von Drogendealern vergewaltigt und getötet wurde. Der Fall schockte die Öffentlichkeit. Salvini besuchte am Mittwoch das Viertel San Lorenzo unweit des Hauptbahnhofes Termini, wo das Mädchen ermordet wurde. Linksaktivisten skandierten Slogans gegen den Lega-Chef und beschuldigten ihn, den Mord aus politischen Zwecken zu instrumentalisieren.

Salvini kündigte null Toleranz gegen Drogendealer an. „Wir werden mit allen Mitteln den Drogenhandel bekämpfen. In Rom gibt es unerträgliche Zustände“, sagte der Innenminister. Er kündigte die Anstellung von 10.000 zusätzlichen Polizisten an. Die Neuanstellung sollen mit den zusätzlichen Ausgaben finanziert werden, die die italienische Regierung im kommenden Jahr plant.




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