Letztes Update am Mi, 24.10.2018 14:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Motorsägen-Hersteller Stihl muss Millionenstrafe in Frankreich zahlen



Paris (APA/AFP) - Der deutsche Motorsägen-Hersteller Stihl muss in Frankreich eine Wettbewerbsstrafe von 7 Mio. Euro zahlen. Das französische Kartellamt teilte am Mittwoch in Paris mit, das Unternehmen habe zwischen 2006 und 2017 de facto den Online-Verkauf seiner Produkte in Frankreich verhindert. Damit hätten Verbraucher nicht von den bis zu zehn Prozent günstigeren Preisen im Internet profitieren können.

Stihl habe seinen Händlern in Frankreich vorgeschrieben, seine Produkte - neben Sägen auch Motorsensen und elektrische Heckenscheren der Marken Stihl und Viking - entweder im Geschäft zu verkaufen oder sie persönlich an die Kunden auszuliefern. Ein Verkauf über eigene oder fremde Webseiten sei damit unmöglich gewesen. Nach EU-Regeln gebe es aber keine Sicherheitsauflagen, die das Online-Verkaufsverbot begründeten.

Nach Angaben der französischen Wettbewerbsbehörde ist es das erste Mal, dass sie wegen unterbundener Online-Verkäufe gegen einen großen Produzenten vorgeht. Das Urteil basiert demnach auf einem Bericht der Wettbewerbshüter im Pariser Wirtschaftsministerium.




Kommentieren