Letztes Update am Mi, 24.10.2018 15:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Streit um Rektor: Offenbar Lösung im Fall Wucherpfennig in Sicht



Vatikanstadt (APA/dpa) - Im Konflikt mit Rom um die Unbedenklichkeitserklärung für den gewählten Rektor der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt, Ansgar Wucherpfennig, könnte sich nach Medienangaben eine Lösung abzeichnen. Die katholische Zeitschrift „Herder Korrespondenz“ berichtete unter Berufung auf Quellen in der römischen Kurie, im Vatikan erwäge man einen Kompromiss - und grünes Licht für Wucherpfennig.

Der Vatikan sei demnach bereit, Wucherpfennig die Lehrerlaubnis zu erteilen, wenn der Generalobere des Jesuitenordens, Arturo Sosa, die Verantwortung für die „Rechtgläubigkeit“ von Wucherpfennig übernehme. Vom Vatikan gab es dazu am Mittwoch zunächst keine Stellungnahme. Eine Sprecherin der Deutschen Provinz der Jesuiten erklärte, man könne nichts sagen, „da das Verfahren noch offen“ sei.

Der Fall hatte in Deutschland für Empörung gesorgt. Wegen liberaler Äußerungen zu Homosexualität und Frauen in der Kirche hatte der Vatikan Wucherpfennig die notwendige Unbedenklichkeitserklärung („Nihil obstat“) nicht ausgestellt. Dabei handelt es sich um eine Lehrerlaubnis. Wird sie nicht erteilt, müsste der zurzeit beurlaubte Rektor seinen Posten endgültig räumen.




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