Letztes Update am Mi, 24.10.2018 15:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


ORF - FPÖ-Mediensprecher Jenewein weist Moser-Kritik zurück



Wien (APA) - FPÖ-Mediensprecher Hans-Jörg Jenewein weist die Kritik von ORF-Zentralbetriebsratschef Gerhard Moser zurück. Moser hatte von türkis-blauem Zugriff auf den ORF gesprochen und dem freiheitlichen ORF-Stiftungsratvorsitzenden Norbert Steger eine Verletzung seiner Pflichten vorgeworfen. „Ich finde diese Vorwürfe einigermaßen absurd“, sagte Jenewein dazu am Mittwoch der APA.

Die einzige Strukturänderung, die bisher im ORF stattgefunden hat, sei lange vor der Bildung der ÖVP-FPÖ-Regierung entwickelt worden. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz habe die neue Channel Manager-Struktur bereits vor Jahren ins Spiel gebracht und angekündigt. „Das jetzt der türkis-blauen Regierung in die Schuhe zu schieben, ist falsch“, erklärte Jenewein.

Im übrigen habe es bei allen Postenbesetzungen Ausschreibungen gegeben. „Niemand von außen wurde mit Posten betreut, die Leute kommen alle aus dem Unternehmen.“ Jenewein hält es für „fatal“, wenn jemand aus dem Betriebsrat dann solche Behauptungen über die eigenen Leute aufstellt. „Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass der Betriebsrat nicht im Stiftungsrat verloren hat, hat Moser ihn heute erbracht.“

Mosers Kritik am freiheitlichen Stiftungsratsvorsitzenden Steger wies Jenewein ebenfalls zurück. Es sei sehr wohl Aufgabe eines Eigentümervertreters, ein Unternehmen kritisch zu begleiten. „Kein Unternehmen wird dadurch besser, dass man es zu Tode lobt. Deshalb ist der Angriff auf Steger mehr als entbehrlich.“ Wenn der Betriebsrat den ORF nach vorne bringen möchte, sollte er sich lieber die völlig widersinnigen Überstundenregelungen in der Technik ansehen und die arbeitsrechtlichen Bedingungen im ORF an das 21. Jahrhundert anpassen, so Jenewein.

~ WEB http://orf.at ~ APA444 2018-10-24/15:47




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