Letztes Update am Mi, 24.10.2018 16:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


CSU-Vize Weber: Es kann kein „Weiter so“ geben



Hamburg (APA/AFP) - Nach den herben Stimmverlusten der CSU bei der Bayernwahl hat Parteivize Manfred Weber eine Erneuerung seiner Partei gefordert. Parteichef Horst Seehofer sei bis 2019 gewählt, sagte Weber laut einer Vorabmeldung der Wochenzeitung „Die Zeit“. Klar sei aber auch, dass es in der CSU „nach drei sehr schwierigen Wahlergebnissen kein Weiter so“ geben könne.

Sowohl bei der Europawahl 2014 wie auch bei der Bundestagswahl 2017 und der jüngsten Landtagswahl hatte die CSU in Bayern massiv an Zustimmung verloren. Weber rechnete scharf mit dem Kurs seiner Partei in den vergangenen Monaten ab und forderte einen Richtungswechsel. „Leider gibt es in der CSU manche, die geglaubt haben, dass man die AfD klein kriegt, indem man ähnliche Sprüche macht“, kritisierte er.

Weber ist Vorsitzender der EVP-Fraktion im Europaparlament und gilt selbst als möglicher Nachfolger Seehofers an der CSU-Spitze. Zudem will er im kommenden Jahr als Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) bei der Europawahl antreten und Präsident der EU-Kommission werden. In der CSU gibt es daher Vorbehalte gegen Weber als möglichen Parteichef. Dazu sagte dieser der „Zeit“, es sei heute nicht mehr undenkbar, dass Spitzenvertreter einer Partei auch in Brüssel arbeiteten.




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