Letztes Update am Mi, 24.10.2018 17:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rohstoffe (17.00) - Erholung bei Ölpreis bleibt nach Lagerdaten aus



Wien (APA) - Der US-Ölpreis hat sich am Mittwoch im späten europäischen Handel nach einem rabenschwarzen Vortag nicht recht erholen können. Gegen 17.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 66,73 Dollar und damit um 0,45 Prozent mehr als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 76,46 Dollar gehandelt.

Zwischenzeitlich fiel der Brentpreis bis auf 75,11 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit etwa zwei Monaten. Allein am Vortag sackte er um mehr als vier Prozent ab.

Die offiziellen Laderdaten der US-Regierung dürften am Nachmittag die Stimmung der Rohstoff-Händler getrübt haben. Denn die Rohölbestände stiegen mit 6,3 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche auf 422,8 Mio. Barrel. Erwartet wurde nur ein Anstieg von 3,7 Mio. Barrel. Ein steigendes Angebot belastet in der Regel die Ölpreise.

Damit werden vermehrt Sorgen um die Nachfrage laut. Zwar liefern absehbare Engpässe in den Ölländern Venezuela und Iran etwas Auftrieb beim Preis, aber jüngste Äußerungen des saudischen Ölministers Khalid Al-Falih überschatten diesen Effekt. Er machte deutlich, dass sein Land jeden Angebotsausfall ausgleichen werde, der sich aus US-amerikanischen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran ergebe.

Laut Al-Falih hat der Ölriese Saudi-Arabien Spielraum für ein zusätzliches Tagesangebot von bis zu zwei Millionen Barrel. Außerdem gewährt Saudi-Arabien der finanziell angeschlagene Atommacht Pakistan eine Ein-Jahres-Zahlungsfrist für den Import von Öl für bis zu drei Milliarden Dollar.

Am Mittwoch am Nachmittag lag der Goldpreis in London bei 1.231,20 Dollar und damit kaum bewegt gegenüber dem Schlusskurs von Dienstag von 1.230,94 Dollar.




Kommentieren