Letztes Update am Mi, 24.10.2018 17:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neue Veranlagungsvorgaben für Pensionskassen



Wien (APA) - Für die Pensionskassen gibt es neue Veranlagungsvorgaben. Bisher gesetzlich vorgeschriebene Obergrenzen für Veranlagungskategorien fallen weg. Die Pensionskassen müssen künftig aber interne Veranlagungsleitlinien festlegen, die der Finanzmarktaufsicht (FMA) vorgelegt werden müssen, wie im Zuge der Pensionskassengesetz-Novelle zur Umsetzung von EU-Vorschriften heute im Parlament beschlossen wurde.

Für Aktienveranlagungen von Pensionskassen galt bisher eine Obergrenze von 70 Prozent, die aber ohnehin nicht ausgenutzt wird. Nach Angaben des Fachverbandes der Pensionskassen lag die Aktienquote im Vorjahr bei 36,0 Prozent, 2016 waren es rund 30 Prozent und 2013 28,2 Prozent. Fremdwährungsveranlagungen waren bisher mit 30 Prozent beschränkt.

Mit der Gesetzesänderung wird die grenzüberschreitende Tätigkeiten von Pensionskassen erleichtert. Neu ist neben der Ausweitung des Risikomanagements auf die Pensionskassen unter anderem die Festlegung von Qualitätsanforderungen von Vorständen und die Erweiterung von Informationspflichten. Die Änderungen passierten den Nationalrat heute mit den Stimmen der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ sowie der NEOS. Für die SPÖ und die Liste Pilz stellt hingegen die Abschaffung der Veranlagungsgrenzen für riskante Aktiengeschäfte einen zu weitgehenden Liberalisierungsschritt dar.




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