Letztes Update am Mi, 24.10.2018 18:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tennis: Chronologie der Einzel-Karriere von Jürgen Melzer



Wien (APA) - Chronologie der Einzel-Tenniskarriere des Niederösterreichers Jürgen Melzer:

1998: Der 16-jährige Melzer taucht in Mondsee erstmals bei einem Future auf und erreicht das Viertelfinale.

1999: Melzer gewinnt mit Kristian Pless den Junioren-Doppeltitel bei den Australian Open und besiegt den Dänen im Junioren-Einzelfinale vom Wimbledon. In Schwaz kommt Melzer erstmals in ein Future-Halbfinale. Im Davis Cup gibt er bei einem 3:2 gegen Schweden sein Debüt, vorerst im Doppel. Außerdem gibt der Niederösterreicher beim Wiener Stadthallen-Turnier sein Debüt in einem ATP-Hauptbewerb, gewinnt gegen Lars Burgsmüller. Im Achtelfinale unterliegt er dessen deutschen Landsmann Nicolas Kiefer.

2000: Melzer spielt seine ersten Davis-Cup-Einzel und debütiert mit einer Erstrunden-Niederlage in Kitzbühel.

2001: Melzer gewinnt in Mönchengladbach seinen ersten Challenger-Titel.

2002: Er erreicht in St. Pölten sein erstes ATP-Viertelfinale und in Umag sein erstes -Halbfinale, in Newport sein erstes Doppelfinale. Er beendet das Jahr erstmals in den Top 100.

2003: Melzer zieht in Newport in sein erstes Finale auf der ATP-Tour ein. In Kitzbühel erreicht er mit Landsmann Alexander Peya das Doppel-Finale.

2004: Melzer besiegt beim Masters-1000-Turnier in Toronto auf dem Weg ins Viertelfinale den US-Weltranglistenelften Andre Agassi. Er beendet nach u.a. erstmaligen dritten Runden bei den Australian und den US Open erstmals ein Jahr als Österreichs Nummer eins.

2005: Melzer dringt auf Grand-Slam-Ebene in Melbourne, Paris und Wimbledon jeweils in die dritte Runde vor. In St. Pölten vereitelt ihm der Russe Nikolaj Dawydenko seinen ersten Heim-Titel. In St. Petersburg holt er an der Seite des Vorarlbergers Julian Knowle seinen ersten ATP-Doppeltitel.

2006: Melzer gewinnt in Bukarest erstmals im Einzel ein ATP-Turnier. Das Jahr schließt er als Nummer 22 der Weltrangliste ab, im Doppel als Elfter.

2007: Melzer muss nach 20 Grand-Slam-Auftritten en suite wegen einer Handgelenksblessur auf Wimbledon verzichten. Verhilft dem ÖTV-Team gegen Brasilien mit zwei Siegen zum Aufstieg in die Davis-Cup-Weltgruppe.

2008: Melzer erreicht erstmals das Finale des Heimturniers in Kitzbühel. Bei Olympia in Peking unterliegt er im Viertelfinale dem späteren Goldmedaillengewinner Rafael Nadal.

2009: Melzer holt den Titel beim Wiener Stadthallenturnier und steht mit Knowle zum zweiten Mal nach 2006 beim Heim-Turnier im Doppel-Finale. Er beendet das Jahr als einer von nur zwei Spielern sowohl im Einzel als auch im Doppel unter den Top 30.

2010: Melzer erreicht in Paris sein einziges Major-Halbfinale und wiederholt seinen Wien-Sieg vom Vorjahr. Er qualifiziert sich im Doppel erstmals für das ATP-Finale. Im Doppel gewinnt er mit dem Deutschen Philipp Petzschner in Wimbledon und bestreitet in diesem Jahr auf der Tour mit insgesamt 130 Matches die meisten Partien aller Spieler. Er beendet das Jahr als einziger im Doppel (8.) und Einzel (11.) in den Top 15.

2011: Melzer steht nach einem Achtelfinal-Einzug bei den Australian Open erstmals in den Top Ten und erreicht im April mit Platz acht sein Karrierehoch, auf dem er sieben Wochen lang bleibt. Er erreicht in Monte Carlo sein erstes Masters-1000er-Halbfinale und gewinnt im Mixed mit seiner späteren Frau Iveta Benesova das Mixed. Zudem holt er bei den US Open mit Petzschner das Doppel. Qualifiziert sich erneut im Doppel mit Petzschner für das ATP-Finalturnier, die beiden feiern wie im Jahr davor einen Sieg.

2012: Melzer holt in Memphis seinen vierten ATP-Einzeltitel.

2013: Melzer gewinnt in Winston-Salem seinen fünften und gleichzeitig letzten ATP-Einzeltitel.Er beendet das Jahr zum sechsten Mal in Folge in den Top 35.

2014: Melzer steigt wegen einer Schulterverletzung erst im April auf die Tour ein, holt mit Petzschner seinen einzigen Wien-Doppeltitel, seinen insgesamt 13. und bisher letzten auf der Tour. Er beendet das Jahr im Einzel erstmals seit 2001 außerhalb der Top 100.

2015: Melzer beendet eine durchwachsene Saison nach den US Open und lässt sich schließlich an der verletzten linken Schulter operieren.

2016: Melzer steigt wegen der Verletzungspause erst im Juni auf die Tour ein. Kitzbühel-Viertelfinale nach Sieg über den Top-Ten-Spieler Dominic Thiem als Höhepunkt. Er hat als zweiter aktiver Spieler je zumindest 300 Einzel- und Doppel-Siege auf der Tour.

2017: Melzer gewinnt zwei Challenger-Titel und muss seine Saison nach Wimbledon wegen einer Ellbogen-Verletzung früh beenden. Im Oktober folgt eine Operation.

2018: Melzer steigt im März in die Saison ein. Er wird im Davis Cup beim 3:1 in Russland mit je einem Sieg in Einzel und Doppel zum Matchwinner. In Graz spielt er sein 75. Davis-Cup-Match für Österreich, er ist schon seit längerem ÖTV-Rekordspieler im Davis Cup. Bei seinem letzten ATP-Turnier in Wien nach einem überraschenden Auftaktsieg gegen den Kanadier Milos Raonic (ATP-22.) kam das bittere Ende: Melzer konnte wegen eines Magen-Darm-Virus zum Achtelfinale gegen Kevin Anderson (RSA-2) nicht mehr antreten.

Weiteres Karriere-Detail: Von den großen Vier hat Jürgen Melzer nur Andy Murray nie geschlagen. Novak Djokovic (2010 VF bei French Open), Rafael Nadal (2010 AF in Shanghai), Roger Federer (2011 VF in Monte Carlo) mussten sich dem Linkshänder aus Deutsch Wagram je einmal geschlagen geben.




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