Letztes Update am Mi, 24.10.2018 19:35

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


New Yorker Bürgermeister spricht nach Paket-Fund von Terrorakt



New York (APA/dpa) - Nach dem Fund eines verdächtigen Pakets in New York hat Bürgermeister Bill de Blasio von einem Terrorakt gesprochen. Es sei eindeutig ein Terrorakt, der darauf abziele, die freie Presse und Politiker einzuschüchtern, sagte er am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in New York. Ziel einer solchen Aktion sei, die Gesellschaft zu terrorisieren.

Blasio sprach von einem „sehr beunruhigenden Vorfall“. Die Situation sei aber unter Kontrolle, es sei zum jetzigen Zeitpunkt keine konkrete Gefahr für weitere Ziele in New York bekannt. Dennoch sei die Polizeipräsenz in der Stadt erhöht.

Nach dem Fund eines verdächtigen Pakets war am Mittwochvormittag (Ortszeit) ein großes Bürogebäude in New York, in dem unter anderem der US-Fernsehsender CNN seinen Sitz hat, geräumt worden. Nach Polizeiangaben wurde das Paket sicher aus dem Gebäude entfernt und wird nun eingehend untersucht. Es scheine sich um Rohrbomben zu handeln, hieß es. Den Angaben nach wurde in dem Paket unter anderem auch ein Umschlag mit weißem Pulver gefunden.

Der amerikanische Secret Service hatte zuvor zwei verdächtige Pakete mit möglichen Sprengsätzen an den früheren US-Präsidenten Barack Obama und die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton abgefangen.

Der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo sagte, auch an sein Büro sei ein verdächtiges Paket geschickt worden. Auch er sprach von einem terroristischen Akt. Die Gesellschaft dürfe sich dem nicht beugen. „Das ist nicht das erste Mal, das wir so etwas durchmachen“, sagte er mit Blick auf frühere Anschläge in New York. „Wir weigern uns, uns einschüchtern zu lassen.“ Blasio sprach von einer „schmerzhaften Zeit für unsere Nation“. Es liege „eine Menge Hass in der Luft“.




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