Letztes Update am Do, 25.10.2018 11:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski alpin: Hirscher und Vonn im Fokus der 53. Weltcupsaison



Sölden (APA) - Zum 53. Mal beginnt die Jagd nach den Großen Kristallkugeln im Alpinen Ski-Weltcup, die Titelverteidiger Mikaela Shiffrin aus den USA und Marcel Hirscher aus Salzburg sind auch im Winter 2018/19 wieder die großen Favoriten auf die Gesamtsiege. Sölden feiert zum Auftakt 25 Jahre Ski-Weltcup, für die Damen soll es das 21. Rennen auf dem Rettenbachgletscher werden, für die Herren das 19.

Auf Herren-Seite lautet die große Frage, ob sich Hirscher zum achten Mal in Folge die große Kristallkugel schnappen wird. Im Damen-Lager startet Lindsey Vonn den letzten Angriff, den Rekord des Schweden Ingemar Stenmark mit 86 Weltcup-Siegen zu toppen. Die US-Amerikanerin hält bei 82, nach der Saison wird sie sich auch im Nichterfolgsfall in die Sport-Pension begeben.

Wie immer kommt Sölden vielen Athleten zu früh, die Skiindustrie indes sehnt den Winter-Start herbei. Die viel zu warmen Temperaturen und teilweise problematischen Bedingungen auf den Gletschern haben heuer die Vorbereitung zusätzlich erschwert. Trainingsläufe fielen kurz aus. „Den Ernstfall kann man also, wenn der Sommer so lange andauert, schwer simulieren“, sagte ÖSV-Damen-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum. Topsport wird man wie immer wohl trotzdem schon zu Saisonbeginn sehen. „Marcel und Manuel hatten eine sehr gute Vorbereitung, sind verletzungsfrei durchgekommen und in guter Form“, bescheinigte Herren-Chef Andreas Puelacher beispielsweise Hirscher und Feller.

Damen und Herren sind in der kommenden Saison jeweils an 21 Schauplätzen aktiv. Vor den Rennläuferinnen liegen jeweils neun Abfahrten und Spezialslaloms, je acht Super-G und Riesentorläufe sowie zwei Kombinationen und drei Parallelbewerbe. Die männlichen Kollegen dürfen sich auf zehn Spezialslaloms, je neun Abfahrten und Riesentorläufe, acht Super-G, zwei Kombis und ebenfalls drei Parallelrennen freuen. Gemeinsam geht es beim Weltcupfinale in Soldeu/Andorra im Teambewerb und für die Nationenwertung um den Sieg.

Zum erst dritten Mal nach 2012 und 2016 stehen wieder Weltcup-Rennen in Soldeu auf dem Programm, die Herren werden dabei Neuland betreten. Und erstmal nach den Winterspielen 2014 in Sotschi/Krasnaja Poljana steht auch das Skiressort Rosa Chutor wieder im Kalender.

Österreich ist nach den Riesentorläufern in Sölden im Jänner 2019 bei den Damen noch Gastgeber von einem Flutlichtslalom in Flachau sowie einer Abfahrt und einem Super-G in St. Anton, das alternierend mit Bad Kleinkirchheim und Altenmarkt/Zauchensee nun wieder am Zug ist. Bei den Herren warten ebenfalls im Jänner die Hahnenkammrennen in Kitzbühel mit Abfahrt, Super-G und Slalom sowie der Nachtslalom in Schladming auf.

Die alpine Kombination wird nach der Saison im Weltcup ausgedient haben, neue Formate sollen in den Kalender aufgenommen werden, verstärkt werden dies Parallel-Rennen sein. Edelprodukt der Parallelbewerbe sind die City Events, wo man den Skisport zu den Leuten in die Städte bringen will. Für den Neujahrstag auf dem Osloer Holmenkollen und am 19. Februar in Stockholm unmittelbar nach der Ski-WM in Aare sind City-Rennen angesetzt.

Die Titelverteidiger in den Disziplinen heißen Hirscher (Riesentorlauf, Slalom), Beat Feuz aus der Schweiz (Abfahrt), Kjetil Jansrud aus Norwegen (Super-G) und Peter Fill aus Südtirol (Kombination) sowie die derzeit allerdings am Knöchel verletzte Sofia Goggia aus Italien (Abfahrt), Tina Weirather aus Liechtenstein (Super-G), Viktoria Rebensburg aus Deutschland (Riesentorlauf), Shiffrin (Slalom) und Wendy Holdener (Kombination).




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