Letztes Update am Do, 25.10.2018 11:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rekord an Aufenthaltstiteln für Nicht-EU-Bürger 2017



Brüssel/EU-weit (APA) - Einen neuen Rekord an Aufenthaltstiteln für Nicht-EU-Bürger in der Europäischen Union gab es 2017. Insgesamt 3.136.141 Drittstaatsangehörige erhielten eine Aufenthaltsgenehmigung in einem EU-Land von mindestens dreimonatiger Dauer. Polen war mit 683.228 Aufenthaltstiteln Spitzenreiter.

Dabei waren vor allem Ukrainer betroffen, die nach Polen einreisten. An zweiter Stelle folgt Deutschland mit 535.446 Aufenthaltstiteln. Dann kommen Großbritannien (517.000), Frankreich (250.175) und Spanien (231.153). Über 100.000 Aufenthaltstitel vergaben auch noch Italien (186.786) und Schweden (129.754). Österreich kam auf 55.968. Die geringste Anzahl wies Estland (4.380) auf.

In Österreich wurden die meisten Aufenthaltstitel an Syrer (13.058) vergeben, gefolgt von Afghanen (7.688) und Serben (4.426).

Im EU-Durchschnitt ging der Großteil der Aufenthaltstitel an Ukrainer (661.874), dann kamen Bürger aus Syrien (223.170) und China (193.002).

Großbritannien, das Ende März 2019 die EU verlassen wird, hatte die meisten Aufenthaltstitel an Chinesen (96.079) vergeben, vor US-Bürgern (75.551) und Indern (72.235).

Seit 2014 ist die Zahl der Aufenthaltsbewilligungen in der EU kontinuierlich gestiegen. 2014 waren es noch knapp 2,3 Millionen, 2015 bereits rund 2,6 Millionen und 2016 bereits etwas über drei Millionen.

Ein Aufenthaltstitel ist jegliche Art der Genehmigung, welche mindestens drei Monate gültig ist und von den Behörden der EU-Staaten einem Drittstaatsangehörigen für einen legalen Aufenthalt auf dem nationalen Staatsgebiet ausgestellt wird. Auch Visa oder ein besonderer Zuwandererstatuts sind erfasst. Weitere Gründe liegen vor, wenn ein internationaler Schutzstatus (Flüchtlingsstatus und subsidiärer Schutz), humanitäre Gründe bzw. ein Status als unbegleiteter Minderjähriger oder Opfer von Menschenhandel vorliegen. Auch Pensionisten mit ausreichend finanziellen Mitteln können einen Aufenthaltstitel erhalten.




Kommentieren