Letztes Update am Do, 25.10.2018 12:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen setzen zu Mittag zur Erholung an



Frankfurt am Main (APA) - Nach Verlusten zu Börsenstart haben die europäischen Leitbörsen zu Mittag ins Plus gedreht. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 gewann 25,41 Einheiten oder 0,81 Prozent auf 3.155,74 Punkte. Damit setzt der Leitindex zur Erholung von den hohen Verlusten der vergangenen Tage an. Trotzdem bereitet eine durchwachsene Berichtssaison sowie der Handelsstreit der USA mit China den Investoren weiterhin Bauchschmerzen.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 11.45 Uhr mit 11.245,80 Punkten und plus 54,17 Einheiten oder 0,48 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London stieg um 0,58 Zähler oder 0,01 Prozent und steht nun bei 6.963,56 Stellen.

Im Fokus an diesem Donnerstag steht der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag - bei Experten wird gemeinhin nicht mit einer Änderung der Geldpolitik gerechnet. Der Streit über die Haushaltspläne in Italien bereite der EZB zunehmend Sorgen, schreibt Christian Schmidt von der Helaba. Ökonomen erwarten daher mahnende Worte des EZB-Chef Mario Draghi in Richtung seines Heimatlandes, hieß es weiter.

Branchenseitig wurden vor allem bei den Autowerten Gewinne verbucht. In Frankfurt gewannen die Daimler-Aktien 2,1 Prozent, obwohl Ausgaben im Zusammenhang mit der Diesel-Krise und schwache Verkaufszahlen das Ergebnis des Autokonzerns drücken. Die VW-Aktien legten um 2,3 Prozent zu.

Ans Schlusslicht des Euro-Stoxx-50 fielen die Aktien von AB Inbev mit einem Minus von 8,1 Prozent. Der weltgrößte Bierbrauer kürzte die Dividende um die Hälfte. Eine der Hauptprioritäten ist es, den Schuldenberg abzubauen.

Spitzenreiter im europäischen Leitindex waren die Papiere von Schneider Electric (plus 6,7 Prozent). Der französische Industriekonzern steigerte seinen Umsatz im dritten Quartal deutlich und hob seine Jahresprognose leicht an.

Daneben fielen die finnischen Aktien von Nokia um 0,3 Prozent. Der Netzwerkausrüster fuhr im dritten Quartal wegen schlechter Geschäfte in einem umkämpften Markt weiter rote Zahlen ein. Nun ist ein Stellenabbau geplant.

In der Schweiz sackten Lonza um 2,8 Prozent ab. Anleger dürften nach bestätigten Jahreszahlen Kasse gemacht haben. UBS-Papiere legten 1,6 Prozent zu. Die größte Schweizer Bank verdiente im dritten Quartal 2018 erneut deutlich mehr als im Vorjahr.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA232 2018-10-25/11:59




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