Letztes Update am Do, 25.10.2018 14:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


El Salvadors Präsident: „Migration ist ein Menschenrecht“



San Salvador (APA) - El Salvadors linksgerichteter Präsident Salvador Sanchez Ceren hat sich hinter die Teilnehmer der Migrantenkarawane aus Honduras gestellt, die sich seit mehreren Tagen auf dem Weg in die USA befinden: „Migration ist ein Menschenrecht“, sagte Sanchez Ceren laut einem Bericht des kolumbianischen Senders NTN24 (Mittwoch Ortszeit), wie Kathpress meldet.

Er stehe damit für eine entgegengesetzte Meinung zur Politik von US-Präsident Donald Trump, so Sanchez Ceren weiter.

Aus Guatemala hat sich unterdessen nach einem Bericht der Tageszeitung „La Prensa“ (Mittwoch) eine zweite Gruppe von Migranten auf den Weg in Richtung mexikanische Grenze gemacht. Unter den rund 2.500 Menschen sollen sich zahlreiche honduranische Flüchtlinge befinden, die nach dem Grenzübertritt in Mexiko verhaftet und abgeschoben wurden, heißt es weiter. Sie stammten aus einer ersten Karawane, die bereits seit einigen Tagen unterwegs ist und sich zu einem großen Teil bereits in Mexiko befindet. Die zweite Gruppe werde nun versuchen, über einen anderen Punkt über die Grenze nach Mexiko zu gelangen. Ihr Ziel ist die Einreise in die USA.

Nach Angaben der Vereinten Nationen und mexikanischer Behörden sind in den vergangenen Tagen im mexikanischen Gliedstaat Chiapas über 7.000 Geflüchtete angekommen, die in temporären Zentren versorgt werden. Unter ihnen sind auch zahlreiche Frauen und Kinder. US-Präsident Donald Trump erklärte unterdessen den Flüchtlingszug zu einem „nationalen Notfall“ für die USA und versetzte Grenzschutz und Militär in Alarmbereitschaft, um die Einreise zu verhindern.




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