Letztes Update am Do, 25.10.2018 15:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Putin kündigte weitere Modernisierung von Armee und Flotte an



Moskau/Oslo (APA/dpa) - Nach Beginn des NATO-Großmanövers in Norwegen hat der russische Präsident Wladimir Putin angekündigt, dass er seine Armee und Flotte weiter modernisieren wolle. Ein Schwerpunkt liege dabei auf Entwicklung und Einsatz fortschrittlicher Waffenmodelle, sagte er am Donnerstag, ohne Details zu nennen.

„Russland bedroht niemanden. Wir erfüllen strikt die Verpflichtungen im Bereich der internationalen Sicherheit und Rüstungskontrolle“, so Putin. Russland sei immer offen für eine konstruktive Partnerschaft, sagte der Kremlchef ohne Verweis auf die NATO-Übung. „Zugleich ist es unsere Pflicht, alles Notwendige für einen zuverlässigen Schutz des Heimatlandes vor potenziellen Bedrohungen zu tun.“

In Norwegen läuft derzeit das größte NATO-Manöver seit Ende des Kalten Krieges, das nach Angaben des NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg nicht gegen Russland gerichtet ist. Demnach haben Russland und Weißrussland auch die Einladung der NATO angenommen, Beobachter zu „Trident Juncture“ zu schicken.

Rund 50.000 beteiligte Soldaten trainieren nun zwei Wochen lang in Norwegen sowie in den umliegenden Luft- und Seegebieten gemeinsam für einen sogenannten Bündnisfall. Dieser könnte ausgerufen werden, wenn einer oder mehrere der 29 Mitgliedstaaten von einem Gegner angegriffen würden. In der Folge müssten dann die anderen Alliierten Beistand leisten.

Stoltenberg rechtfertigte am Mittwoch in Brüssel das Manöver mit der Notwendigkeit „zu zeigen, dass wir in der Lage sind, jeden Bündnispartner gegen jede Art von Gefahr zu verteidigen.“ Das Sicherheitsumfeld in Europa habe sich verschlechtert, sagte er.

~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA383 2018-10-25/15:04




Kommentieren