Letztes Update am Do, 25.10.2018 15:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mehr als 100 Migranten mit Ziel USA kehrten in Mexiko um



Tapachula (APA/dpa) - Mehr als 100 Mitglieder der sogenannten Migranten-Karawane haben ihren Marsch durch Mexiko in Richtung Vereinigte Staaten abgebrochen und sind in ihre Heimat Honduras zurückgekehrt.

Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump gaben die Fliehenden ihre beschwerliche Wanderung auf. Sie wurden in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit) mit Bussen nach Tapachula im Süden von Mexiko gebracht und von dort mit einer Polizeimaschine nach Honduras ausgeflogen, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur an Ort und Stelle berichtete.

Tausende Migranten aus Mittelamerika sind derzeit auf dem Weg Richtung USA. Sie fliehen vor der schlechten wirtschaftlichen Lage und der Gewalt durch Jugendbanden in ihren Heimatländern. US-Präsident Trump betonte mehrfach, dass er die Einwanderer nicht ins Land lassen werde. Notfalls sollten die Streitkräfte die Migranten an der Grenze stoppen. Vor den Kongresswahlen Anfang November machte Trump die Migranten immer wieder zum Wahlkampfthema.

Vom Süden Mexiko bis zur US-Grenze sind es je nach Route zwischen 2.000 und 4.000 Kilometer. Auf ihrer Reise durch Mexiko werden Migranten immer wieder Opfer krimineller Banden. Zuletzt zeigten sich aber auch viele Mexikaner solidarisch mit den Mittelamerikanern und versorgten sie auf ihrem Weg mit Wasser, Lebensmitteln und Decken.




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