Letztes Update am Do, 25.10.2018 15:50

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutscher Molkereiverband: Butter vor Weihnachten wohl nicht teurer



Berlin (APA/dpa) - Butter kostet in Deutschland noch immer mehr als vor einigen Jahren - die Preise werden nach Einschätzung des Molkereiverbands aber wohl nicht weiter steigen. Eine 250-Gramm-Packung deutsche Markenbutter kostete vergangenen Herbst beim Diskonter 1,99 Euro, derzeit seien es etwa 1,79 Euro, sagte der Hauptgeschäftsführer des Milchindustrieverbands (MIV), Eckhard Heuser, am Donnerstag.

„Also ich gehe mal nicht davon aus, dass es teurer wird“, sagte Heuser in Berlin. „Das Christkind kann sich freuen. Hausfrau und Hausmann ebenso. Die Weihnachtsbäckerei ist gesichert.“ In Österreich kostete zuletzt eine 250-Gramm-Packung Butter von einer Supermarkt-Eigenmarke 2,09 Euro und eine Markenbutter 2,49 Euro.

Derzeit verhandeln die deutschen Molkereien mit Handelskonzernen über neue Lieferverträge für Trinkmilch sowie für eine Reihe von Milchprodukten in unteren Preislagen. Die Verträge treten zum 1. November in Kraft. Auch über Butterpreise wird momentan gesprochen. Die Butter- und Milchpreise liegen in Österreich normalerweise leicht über den Preisen in Deutschland. Im Vergleich zum deutschen Nachbarland wird in Österreich in Relation zur Gesamtmilchmenge viel Bio- und Heumilch produziert.

Der Verbandsvorsitzende Peter Stahl sagte, er persönlich glaube nicht, dass die Butterpreise weiter nach oben gingen. Butter werde vor allen Dingen auch nicht knapp, wie von manchen befürchtet worden sei. Eine Weile hatten die Menschen in Deutschland ordentlich Butter gekauft, zuletzt war es laut Verband etwas weniger. Das liege daran, dass Verbraucher auf den Preis reagierten und auch öfter Mischfette kauften, denen etwa Rapsöl zugesetzt sei, sagte Heuser.




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