Letztes Update am Do, 25.10.2018 16:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schule für 1.800 Kinder in Aleppo von SOS-Kinderdorf wiedereröffnet



Aleppo/Wien/Innsbruck (APA) - SOS-Kinderdorf hat im Osten der syrischen Stadt Aleppo eine im Krieg stark zerstörte Volksschule wiedereröffnet. Das teilte die Hilfsorganisation am Donnerstag in einer Aussendung mit. Rund 70 Prozent der Kindergärten und Schulen in Aleppo sind nach Angaben von SOS-Kinderdorf im syrischen Bürgerkrieg beschädigt oder zerstört worden, zahlreiche Kinder haben demnach nie eine Schule besucht.

„Für die Kinder bedeutet Schule unglaublich viel: Sie gibt ihnen Hoffnung auf eine Zukunft und ein Stück Normalität in einem Leben, das bisher vor allem aus Gewalt und Zerstörung bestand“, wird Lur Katt, Sprecherin der SOS-Kinderdörfer in Syrien, in der Aussendung zitiert. Das Ziel der Hilfsorganisation sei es deshalb, ihnen den Zugang zu Bildung wieder zu eröffnen. In der schlimmsten Phase des Krieges hätten lediglich 17 Prozent der Kinder in Aleppo eine Volksschule und 26 Prozent eine weiterführende Schule besucht.

Nachdem die Gefechte in Aleppo 2017 zum großen Teil zum Erliegen gekommen waren, sei es möglich gewesen, die Schule zu renovieren, teilte SOS-Kinderdorf mit. Nun könnten dort 1.800 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren unterrichtet werden. Der Schulbetrieb finde vor- und nachmittags in zwei Schichten statt, berichtete die Hilfsorganisation.

Die Wiedereröffnung der Schule sei auch ein Signal für viele Familien, zurück in ihre Heimatstadt zu ziehen, so Katt. Mehr als die Hälfte der ursprünglich vier Millionen Einwohner Aleppos war nach Angaben von SOS-Kinderdorf geflüchtet.

Auch in den Flüchtlingscamps im Umfeld der Stadt sind laut der Hilfsorganisation zwei SOS-Kinderschutzzentren eingerichtet worden. Dort hätten Buben und Mädchen die Möglichkeit zu spielen und bekämen neben psychologischer und medizinischer Unterstützung auch Unterricht.




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