Letztes Update am Do, 25.10.2018 17:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mysteriöse Gruppe bekannte sich zu Angriff auf Erika Steinbach



Frankfurt am Main (APA/AFP) - Auf der linken Internetplattform Indymedia hat sich eine angebliche Gruppe unter dem Namen „die Farbeibrigade“ zu dem Farbangriff auf Erika Steinbach am Mittwoch in Frankfurt bekannt. Die Polizei geht von einem politischen Hintergrund aus. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung, der Beleidigung sowie der üblen Nachrede.

Es seien nur noch wenige Tage bis zur Landtagswahl, bei der die AfD auch in den hessischen Landtag einziehen werde, hieß es auf de.indymedia.org. Die AfD werde damit „den Rechtsruck massiv vorantreiben“. Steinbach sei „eine der aktiven Akteurinnen dieser gesellschaftlicher Zustände“, begründete die vermeintliche Gruppe die Attacke.

Steinbach schrieb indes auf Twitter: „Ihr kriegt mich nicht klein.“ Die frühere Präsidentin des Bundes der Vertriebenen war im Jänner 2017 nach mehr als 40 Jahren aus der CDU ausgetreten. Im März wurde sie Vorsitzende der Desiderius-Erasmus-Stiftung. Der AfD gehört sie nach früheren eigenen Angaben aber nicht an.

Flugblätter mit politischem Inhalt wurden nach Polizeiangaben indes in einem anderen Frankfurter Stadtteil verteilt. Diese beziehen sich auf einen dort wohnenden 26-Jährigen, der sich politisch engagiere. Laut Indymedia handelt es sich um einen AfD-Funktionär.




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