Letztes Update am Do, 25.10.2018 18:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


#MeToo: SP will besseren Opferschutz bei Missbrauchsfällen im Sport



Innsbruck/Wien (APA) - Die SPÖ macht sich für einen verstärkten Opferschutz bei Missbrauchsfällen im Sport stark. In einem am Donnerstag bei der Nationalratssitzung eingebrachten Entschließungsantrag fordern die Sozialdemokraten neben Schulungen für Trainer und Lehrer, einheitlichen Präventionsrichtlinien und Aufklärungskampagnen, auch Opferschutzorganisationen, die ein Klagerecht haben.

„Die Bundesregierung, insbesondere der Minister für öffentlichen Dienst und Sport wird aufgefordert, alle notwendigen Schritte zu setzen, damit Machtmissbrauch und sexueller Missbrauch im Sport, in Sportverbänden, in Sportvereinen, in Trainings- und Ausbildungseinrichtungen wie auch Schulen und Internaten künftig verhindert sowie der Opferschutz sichergestellt werden“, hieß es in dem der APA vorliegenden Antrag. Im vergangenen Jahr habe sich rund um die #metoo-Bewegung, den Fall Werdenigg oder die Festspiele Erl verdeutlicht, dass der Sport- und Kulturbereich für Machtmissbrauch, sexuelle Belästigung und sexuelle Gewalt offensichtlich besonders anfällig sei.

Berichte würden belegen, dass in Österreich mitunter trotz Meldung zahlreicher Vorfälle im Hinblick auf sexuellen Missbrauch und sogar einem Schulverbot weitere Konsequenzen erst folgten, als Anzeige erstattet und Anklage erhoben wurde. „Es gilt nun, alle notwendigen Schritte zu setzten, damit Machtmissbrauch und sexueller Missbrauch im Sport, in Sportverbänden, in Sportvereinen, in Trainings- und Ausbildungseinrichtungen wie auch in Schulen und Internaten künftig verhindert sowie der Opferschutz sichergestellt werden“, forderte die Tiroler Nationalratsabgeordnete Selma Yildirim. Dazu brauche es entsprechende finanzielle Mittel und Strukturen.

~ WEB http://www.spoe.at ~ APA507 2018-10-25/18:16




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