Letztes Update am Fr, 26.10.2018 02:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Seebeben im Westen Griechenlands - Stärke 6,6 bis 6,9



Athen (APA/dpa/AFP) - Ein starkes Seebeben hat am frühen Freitagmorgen den Westen Griechenlands erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag nach ersten Informationen verschiedener Erdbebenwarten in der Region um die Insel Zakynthos. Erste Messungen zeigten ein Beben der Stärke 6,6 bis 6,9. Zu spüren war das Beben im gesamten Land. Viele Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen.

„Es war ein starkes Beben im Ionischen Meer“, sagte ein Seismologe im griechischen Rundfunk. Das Zentrum des Bebens lag demnach rund 44 Kilometer westlich der Insel Zakynthos in einer Tiefe von rund zehn Kilometern unter dem Meeresboden. „Es gab mehrere Nachbeben, und es gibt einige Schäden“, fügte er hinzu. Informationen über Verletzte gab es zunächst nicht.

Augenzeugen berichteten aus Zakynthos, der Strom sei in weiten Teilen der Insel ausgefallen. „Wir sind mit unseren Kindern jetzt in den Autos. Die Menschen haben Angst. Ich sehe Schäden an den Wänden der Häuser hier“, sagte ein Mann aus Zakynthos dem griechischen Nachrichtensender „90,1“.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum des Bebens vor der griechischen Küste, 35 Kilometer südwestlich der Ortschaft Lithakia auf der Insel Zakynthos. Das Beben, dessen Stärke das USGS mit 6,8 angab, ereignete sich demnach um 00.54 Uhr MESZ in einer Tiefe von 16,6 Kilometern.

Die Region des Ionischen Meeres ist latent von Erdbeben gefährdet. Westlich der Inselgruppe verläuft ein tiefer Graben am Meeresgrund, dort treffen die europäische und die afrikanische Kontinentalplatte aufeinander. Durch die Reibungen der gewaltigen Platten werden immer wieder starke Beben ausgelöst. Im Jahr 1953 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,2 die Region und kostete fast 500 Menschen das Leben. Fast alle Ortschaften der Inseln Kefalonia und Zakynthos wurden damals dem Erdboden gleichgemacht.




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