Letztes Update am Fr, 26.10.2018 03:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Russland legte Resolutionsentwurf zu INF-Abrüstungsabkommen vor



New York (APA/AFP) - Russland hat angesichts des angekündigten Ausstiegs der USA aus dem INF-Abrüstungsabkommen einen Resolutionsentwurf bei der UNO-Vollversammlung eingereicht. „Die internationale Gemeinschaft hat die Verpflichtung, auf diese Situation mit apokalyptischen Konsequenzen zu reagieren“, sagte ein russischer Diplomat am Donnerstag in New York.

Der Resolutionsentwurf, der in einem mit Abrüstungsfragen befassten Ausschuss der Vollversammlung debattiert wurde, solle helfen, das Abkommen zu bewahren.

Die USA kritisierten den Resolutionsentwurf. Washington warf Moskau unter anderem vor, den Text zuerst an russische Medien und erst dann an die UNO-Mitglieder verteilt zu haben, wie ein Vertreter der Vereinten Nationen sagte.

US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende angekündigt, aus dem INF-Abrüstungsabkommen mit Russland auszusteigen. Dies hatte international Sorgen vor einer neuen Aufrüstungsspirale geweckt.

Trump wirft Moskau vor, seit 2014 mit einem neuen Raketensystem gegen den Vertrag zu verstoßen. Die russische Regierung sieht ihrerseits in der Stationierung des Raketenabwehrsystems MK41 in Rumänien durch die NATO einen Verstoß gegen den Vertrag. Das 1987 geschlossene INF-Abkommen verpflichtet die USA und die Nachfolgestaaten der Sowjetunion zur Abschaffung aller landgestützten, atomar bestückbaren Mittelstreckenraketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern.




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