Letztes Update am Fr, 26.10.2018 16:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nato-Soldaten reduzieren Kontakt mit afghanischen Militärs



Brüssel/Kabul (APA/dpa) - Die internationalen Truppen in Afghanistan schränken ihre Kontakte mit afghanischen Militärs ein. Hintergrund sind zwei Angriffe auf Militärs aus Tschechien und den USA durch afghanische Sicherheitskräfte in der vergangenen Woche.

Die Nato-Ausbildungsmission „Resolute Support“ habe gemeinsame Übungen und direkte Beratung der Afghanen „im Zuge unserer ständigen Bewertungen, wie wir unsere Kräfte effektiv schützen und die Afghanen befähigen können“, eingeschränkt. Das sagte der „Resolute Support“-Sprecher, Knut Peters, am Freitag.

Es handle sich dabei um eine vorübergehende Maßnahme. Sie werde die Nato-Truppen nicht von „anderen laufenden Operationen abhalten, um die Interessen der 41 Länder der Koalition zu schützen“, sagte Peters weiter. Afghanischen Militärs zufolge sind Nato-Militärberater bereits seit Montag nicht mehr zu ihren afghanischen Partnern in den Dienst gekommen.

Erst vergangenen Freitag wurde bei einer hochrangigen Sicherheitsbesprechung in der südafghanischen Stadt Kandahar durch den Angriff eines Leibwächters des Gouverneurs von Kandahar ein US-General verletzt. Der Nato-Oberbefehlshaber in Afghanistan, US-General Scott Austin Miller, blieb unverletzt.

Wenige Tage später wurde ein tschechischer Nato-Soldat bei einem Insider-Angriff durch einen afghanischen Soldaten in der westafghanischen Provinz Herat getötet und weitere zwei schwer verletzt.

Die Nato-Mission „Resolute Support“ bildet afghanische Sicherheitskräfte aus. Dafür sind rund 16.000 Soldaten aus 41 Ländern in Afghanistan im Einsatz.

~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA314 2018-10-26/16:41




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