Letztes Update am Fr, 26.10.2018 18:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fall Khashoggi - Türkei will Auslieferung von saudischen Verdächtigen



Istanbul (APA/dpa) - Die Istanbuler Staatsanwaltschaft will im Zuge ihrer Ermittlungen im Mordfall Khashoggi eine Auslieferung der 18 in Saudi-Arabien festgenommenen Verdächtigen verlangen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag. Entsprechende Dokumente seien vorbereitet worden.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat zuvor mehrfach gesagt, die Täter müssten in Istanbul vor Gericht gestellt werden.

Erdogan hat bereits den Besuch eines „hochrangigen saudischen Staatsanwaltes“ in der Türkei angekündigt. Er solle an diesem Sonntag ankommen und den türkischen Kollegen treffen, der die Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat des Königreichs untersucht. Erdogan betonte erneut, Khashoggis Tod sei „kein banaler Fall“- Er mahnte, Saudi-Arabien müsse klären, wer den Befehl für die Tat gegeben habe.

Der Regierungskritiker Khashoggi war am 2. Oktober in das saudi-arabische Konsulat in Istanbul gegangen, um dort Papiere für seine geplante Hochzeit abzuholen. Danach war er verschwunden.

Die türkische Regierung geht davon aus, dass ein saudisches Spezialkommando den Regierungskritiker ermordet hat. Am Donnerstag hatte Riad zugegeben, dass die Verdächtigen in dem Fall mit Vorsatz gehandelt hätten. Vor einer Woche hatte die staatliche saudische Nachrichtenagentur Spa berichtet, 18 saudische Staatsangehörige seien festgenommen worden, darunter auch der Vizechef des Geheimdienstes.




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