Letztes Update am Sa, 27.10.2018 10:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: LASK-Hoffnung Goiginger: „Es geht natürlich noch besser“



Linz (APA) - Er ist ein Gesicht des Höhenfluges des LASK. Thomas Goiginger hat sich mit konstant starken Leistungen in den vergangenen Monaten sogar ins Blickfeld des österreichischen Fußball-Nationalteams gespielt. Sechs Tore und neun Assist hat der Flügelspieler in 17 Saisonpflichtspielen bereits zu Buche stehen. Auf dem Zenit wähnt sich Goiginger aber noch nicht.

„Ich finde auch, dass ich noch Potenzial habe in gewissen Bereichen“, sagte der 25-Jährige im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. „Es geht natürlich noch besser. Ich will mich jeden Tag weiterentwickeln.“ Etwa im Abschluss, wenn es darum gehe, zielstrebiger vor das Tor zu kommen. „Ab und zu ist es da noch ein bisschen zu kompliziert.“

Seine große Stärke ist das Eins-gegen-Eins. Beweisen kann sie Goiginger am Sonntag (17.00 Uhr) gegen das Topteam aus seiner engeren Heimat - Meister Red Bull Salzburg. Selbst Salzburg-Trainer Marco Rose streute dem gebürtigen Salzburger Rosen: „Ein richtig guter Kicker mit Dynamik, mit starker Mentalität. Jeder Trainer ist froh, einen solchen Jungen in der Mannschaft zu haben.“

Goiginger stammt aus Köstendorf bei Salzburg, sein Weg zum Profi ist kein klassischer. Als Teenager kickte er in der Landesliga bei Eugendorf, ehe es über die Regionalligisten Vöcklamarkt und Neumarkt erst 2014 zum SV Grödig ging. „Ich hätte auch in eine Akademie gehen können, wollte aber meine Ausbildung machen und möglichst hoch spielen“, erklärte der gelernte Industriekaufmann.

In Grödig gab der Offensivmann mit 21 Jahren sein Bundesliga-Debüt. Richtig durchgestartet ist er aber erst in Linz - zuerst mit einer starken Zweitliga-Saison beim Stadtrivalen Blau-Weiß (2016/17), dann beim LASK. Trainer Oliver Glasner hält große Stücke auf ihn, lobte neben den Eins-gegen-Eins-Qualitäten auch dessen Bereitschaft, sich in die Mannschaft einzubringen.

ÖFB-Teamchef Franco Foda bezeichnete Goiginger als „sehr interessanten“ Spieler und setzte ihn für die jüngsten Länderspiele gegen Nordirland (1:0) und Dänemark (0:2) bereits auf die Abrufliste. Geht es nach dem LASK-Hoffnungsträger, soll es früher oder später auch mit einer Einberufung klappen. Goiginger: „Das ist sicher ein Ziel. Ich muss meine Leistungen bringen, der Rest kommt dann eh von selbst.“ Die Nominierung auf Abruf habe ihn sehr gefreut. „Das ist schon eine große Ehre für mich und auch eine Anerkennung für uns als Mannschaft.“ LASK-Kapitän Gernot Trauner hatte es direkt ins ÖFB-Aufgebot geschafft.

Goigingers Vertrag bei den Linzern läuft noch bis Sommer 2020. Mit einem möglichen Clubwechsel - im Sommer war bereits Cupsieger Sturm Graz abgeblitzt - beschäftigt er sich derzeit nicht. „Ich mache mir keine Gedanken, was sein könnte“, erklärte der Angreifer. „In meiner Karriere ist nicht immer alles so gelaufen, wie es hätte laufen sollen. Deswegen will ich nicht zu weit in die Zukunft schauen.“

Beim LASK hätte er von Beginn an das Vertrauen von Trainer und Verein gespürt. „Wir haben eine gute Mannschaft, von der ich sehr viel lernen konnte.“ Messen will er sich nicht nur an der Trefferquote. „Als Offensivspieler will man immer präsent sein. Ob das jetzt mit Toren, Vorlagen oder nur Beteiligungen ist, ist nicht so wichtig.“ Stattdessen gilt es, mit dem LASK ins obere Play-off einzuziehen. „Wir müssen jede Woche Gas geben, dann ist viel möglich“, meinte Goiginger. Auch ein Europacup-Platz, den die Linzer in der Vorsaison geholt hatten.

Die Vorfreude auf das Duell mit Salzburg ist groß. „Wenn man gegen das beste Team Österreichs spielt, ist das ein sehr großer Anreiz für jeden Fußballer. Dass es der Club aus meiner Heimat ist, ist eine zusätzliche Motivation“, erklärte Goiginger. Gegen den Serienmeister sei es besonders wichtig, als Mannschaft kompakt zu agieren. „Du musst gut stehen, sonst hast du keine Chance.“




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