Letztes Update am Sa, 27.10.2018 11:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doping: Ex-Radprofi Landis: IOC benutzt Sportler „wie Wegwerfartikel“



Berlin (APA/dpa) - Der frühere Dopingsünder Floyd Landis hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und das Internationale Olympische Komitee (IOC) scharf kritisiert. „Die WADA ist eine total korrupte Organisation: Ihre Funktion besteht darin, das Olympische Komitee zu schützen“, sagte der US-amerikanische Ex-Radprofi der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ (Samstag-Ausgabe).

„Die sitzen in ihrem Elfenbeinturm und lassen die Sportler tanzen, wenn sie ihnen dazu den Befehl geben, und am Ende sind es immer die Sportler, die dafür bezahlen müssen“, führte Landis weiter aus. Als Beispiel nannte der 43-Jährige den Doping-Skandal in Russland rund um die Winterspiele 2014 in Sotschi, bei dem aus seiner Sicht nur den Athleten „die Rechnung präsentiert“ worden sei. „Das Olympische Komitee benutzt die Sportler wie eine Ware, wie eine Art Wegwerfartikel.“

Landis war sein Gesamtsieg bei der Tour de France 2006 kurz danach wegen Testosteron-Dopings aberkannt worden. Der Profi-Radsport habe sich aus seiner Sicht nicht verändert und sei derzeit „natürlich“ noch der gleiche wie zu seinen aktiven Zeiten. „Das kann jeder sehen, der Augen im Kopf hat“, meinte Landis.




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