Letztes Update am Sa, 27.10.2018 11:49

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Israelische Armee wirft Syrien Anstiftung zu Raketenangriffen vor



Jerusalem (APA/AFP) - Die israelische Armee hat der syrischen Regierung vorgeworfen, eine radikale Palästinensergruppe zu Raketenangriffen auf Israel anzustiften. Die „Anordnungen“ und „Anreize“ seien aus Damaskus gekommen, sagte Armeesprecher Jonathan Conricus am Samstag. Auch die Al-Quds-Brigade, die Einheit für Auslandseinsätze der iranischen Revolutionsgarden, seien involviert.

Die Antwort Israels werde „geografisch nicht begrenzt“ sein, hieß es. Seit Freitagabend wurden mindestens 39 Raketen von der Palästinensergruppe Islamischer Jihad auf den Süden Israels abgefeuert. 17 davon wurden laut israelischer Armee vom Abwehrsystem Iron Dome abgefangen, die restlichen landeten auf freiem Feld. Am Samstag kündigte die islamistische Gruppierung dann einen sofortigen Stopp der Raketenangriff auf Israel an.

Als Vergeltungsmaßnahme für den Beschuss hatte Israel zuvor Luftangriffe auf den Gazastreifen geflogen und dabei rund 90 Stellungen der dort herrschenden radikalislamischen Hamas beschossen. Conricus sagte, die Hamas werde für die Raketenangriffe verantwortlich gehalten, auch wenn diese auf Geheiß von Syrien und dessen Verbündeten Iran von der Gruppe Islamischer Jihad verübt worden seien.

Am Freitag waren bei neuen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen fünf Palästinenser getötet worden. Seit Ende März kommt es dort regelmäßig zu Zusammenstößen. Mindestens 212 Palästinenser und ein israelischer Soldat wurden seitdem getötet.




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