Letztes Update am So, 04.11.2018 01:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bericht: Größte Hürde in Brexit-Verhandlungen ausgeräumt



London (APA/dpa/Reuters) - Der größte Stolperstein bei den Brexit-Verhandlungen ist einem „Times“-Bericht zufolge aus dem Weg geräumt worden. Ein Regierungssprecher in London wies die Darstellung der britischen Zeitung, wonach Premierministerin Theresa May der EU wichtige Zugeständnisse in der sogenannten Irland-Frage abringen konnte, in der Nacht auf Sonntag jedoch umgehend als Spekulation zurück.

„Wir haben gute Fortschritte bei unseren zukünftigen Beziehungen gemacht“, sagte lediglich. Wie die „Times“ berichtete, soll May bereits das Zugeständnis aus Brüssel haben, dass ganz Großbritannien nach dem Austritt aus der Europäischen Union in der Zollunion bleiben kann. Auf diese Weise solle eine feste Grenze zwischen dem EU-Mitgliedstaat Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden.

Die Mitgliedschaft in der Zollunion sei zeitlich befristet, hieß es. Hierfür soll es eine Extra-Klausel in der Vereinbarung geben. Das Kabinett wird laut „Times“ am Dienstag über den Plan beraten.

Großbritannien will die EU Ende März 2019 verlassen. Beide Seiten befürchten, dass eine feste Grenze mit Kontrollen zwischen Irland und Nordirland den brüchigen Frieden in der früheren Bürgerkriegsregion gefährden könnte. London und Brüssel waren sich bisher aber nicht einig geworden, wie das praktisch verhindert werden kann.

Die Irland-Frage gilt als wichtigste Hürde vor der Vollendung des fast unterschriftsreifen Brexit-Abkommens zwischen Brüssel und London. May sprach zuletzt sogar davon, dass das Abkommen zu „95 Prozent“ fertig sei.




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