Letztes Update am So, 04.11.2018 11:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neun Staaten sollen bisher Anerkennung des Kosovo zurückgezogen haben



Belgrad/Prishtina (Pristina) (APA) - Neun Staaten haben nach Angaben des serbischen Außenministeriums seit Oktober 2017 ihre Anerkennung des Kosovo wieder rückgängig gemacht. Zuletzt hätten sich dazu, wie Außenminister Ivica Dacic an diesem Wochenende erklärte, Grenada und Dominica entschlossen.

Zuvor hieß es im serbischen Außenministerium, dass auch Surinam, Sao Tome und Principe, Guinea-Bissau, Burundi, Papua-Neuguinea, Liberia und Lesotho ihre Anerkennung des Kosovo zurückgezogen hätten.

Das kosovarische Außenministerium hat derartige Angaben Belgrads bisher immer bestritten. Es handle sich um eine „Verleumdung“ von Dacic, erklärte Jetlin Zyberaj, ein Berater von Außenminister Behgjet Pacolli, am Samstag gegenüber dem kosovarischen TV-Sender RTK.

Laut dem Internetportal des kosovarischen Außenministeriums wurde der jüngste Staat Europas bisher von 116 Staaten anerkannt, darunter auch jenen, die laut Dacic ihre Anerkennung zurückgezogen haben. Belgrad lehnt es nach wie vor ab, seine ehemalige Provinz Kosovo als eigenen Staat anzuerkennen.

Dacic erläuterte zuletzt am Samstag, dass etwa Dominica seine Anerkennung des Kosovo bis zum Abschluss des Normalisierungsdialogs zwischen Belgrad und Prishtina suspendiert habe. Ähnliche Erläuterungen hatte der Minister auch im Falle anderer Staaten abgegeben, die sich angeblich dazu entschlossen haben. Der serbischen Öffentlichkeit wurden immer wieder auch Schreiben präsentiert, in denen Belgrad von diesen Staaten darüber informiert worden sei. Dacic hatte im April erklärt, dass ein Sonderteam in seinem Ministerium damit befasst sei, die Zahl der Staaten zu senken, die den Kosovo anerkannt haben.




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