Letztes Update am So, 04.11.2018 13:47

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: Stimmung bei Bayern vor Ligagipfel in Dortmund angespannt



München (APA/dpa) - Die Stimmung beim deutschen Fußball-Meister Bayern München ist eine Woche vor dem Ligaschlager bei Spitzenreiter Borussia Dortmund angespannt. Nach einem enttäuschenden 1:1 gegen Freiburg würden die Bayern selbst mit einem Sieg am Samstag (18.30 Uhr) in Dortmund nicht die Tabellenführung übernehmen. Vier Punkte liegen die Bayern derzeit hinter dem führenden BVB.

Auf die Frage, ob der Job von Trainer Niko Kovac bei einer Niederlage in Dortmund in Gefahr sein könnte, reagierte Hasan Salihamidzic dünnhäutig. „Fragen Sie bitte solche blödsinnigen Fragen nicht“, erklärte Bayerns Sportdirektor. Dabei ist sein Team zu Hause bereits vier Pflichtspiele sieglos. „Aber wir fahren nach Dortmund und wollen da gewinnen“, betonte Salihamidzic. „Wir geben nicht auf.“

Die Generalprobe steigt am Mittwochabend (21.00 Uhr) in der Champions League daheim gegen AEK Athen. „Da müssen und wollen wir gewinnen“, sagte Kovac, der zum wiederholten Mal die mangelhafte Chancenauswertung als größtes Manko ausmachte. Dabei bezeichnete auch Salihamidzic die Spielweise als „träge“, befand nach der Freiburg-Partie: „Es fehlt uns Spritzigkeit und die Freude irgendwie.“

Zur nicht gerade überschwänglichen Gemütslage trug die Ehefrau des in der 71. Minute eingewechselten Routiniers Thomas Müller bei, die mit einem Posting im sozialen Netzwerk Instagram auch Kovac hinterfragte. „Mehr als 70 Min bis der mal nen Geistesblitz hat“, schrieb Lisa Müller zu einem später gelöschten Foto, das den Bayern-Trainer kurz vor der Einwechslung ihres Mannes mit ebendiesem zeigte.

Kovac wollte sich dazu nicht äußern, auch Müller spielte die emotionale Reaktion seiner Frau herunter. „Sie liebt mich halt, was soll ich machen?“, sagte der deutsche Nationalspieler, der die Aktion „im Nachhinein nicht unbedingt super“ fand. ÖFB-Star David Alaba gab nach seinem 200. Ligaspiel für die Bayern Durchhalteparolen aus. „Wir müssen positiv bleiben und weiterarbeiten“, schrieb der 26-jährige Wiener auf Twitter.




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