Letztes Update am So, 04.11.2018 18:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Seehofer bestätigt Entlassung Maaßens zunächst nicht



Chemnitz/Berlin (APA/AFP/dpa/Reuters) - Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat am Sonntagabend zunächst nicht bestätigt, dass der scheidende Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen doch entlassen werden soll. „Im Moment kann ich zu der Sache nichts sagen“, sagte Seehofer dazu am Rande einer Parteisitzung in München. Er sei am Montag wieder in Berlin.

Ein Sprecher von Seehofer sagte am Sonntagabend auf dpa-Anfrage, die Äußerungen von Maaßen seien dem Ministerium bekannt und würden derzeit geprüft. „Nach Abschluss der Prüfung wird Herr Minister Seehofer die notwendigen Konsequenzen ziehen.“

Worauf sich die von Maaßen geäußerte Kritik bezieht, sagte der Sprecher nicht. In Medien war davon zu lesen, Maaßen habe in einem Manuskript Kritik an Teilen der Koalition geübt.

Berichten zufolge soll Maaßen doch nichts als Sonderberater ins Innenministerium versetzt werden. Darauf hatte sich die Große Koalition im Sommer geeinigt. Maaßen war als Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz wegen eines Interviews zu den Ausschreitungen in Chemnitz in die Kritik geraten und musste seinen Posten räumen.




Kommentieren