Letztes Update am Mo, 05.11.2018 09:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen starten wenig verändert



Frankfurt am Main (APA) - Erneute Unsicherheit rund um den Handelsstreit zwischen China und den USA sowie schwache Daten aus China sorgten für einen wenig veränderten Start in die Handelswoche. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.35 Uhr mit plus 0,19 Prozent oder 6,19 Punkte bei 3.220,60 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt erhöhte sich ebenfalls leicht um 0,08 Prozent oder 9,03 Zähler auf 11.528,02 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 dagegen mit minus 0,10 Prozent oder 7,07 Einheiten auf 7.087,05 Punkte.

Nach der Hoffnung auf eine Übereinkunft zwischen den USA und China im Handelskonflikt in der vergangenen Woche kamen am Wochenende wieder gemischte Signale. So hatte US-Präsident Donald Trump am Freitag noch Zuversicht für eine baldige Einigung demonstriert. Anschließend dämpfte jedoch sein Wirtschaftsberater Larry Kudlow die Erwartungen wieder: Die Washingtoner Regierung arbeite bisher nicht an einem konkreten Plan für ein Handelsabkommen mit China, sagte Kudlow dem Sender CNBC.

Hinzu kamen zum Wochenstart schwache Wirtschaftsdaten aus China. In der Volksrepublik ist die Stimmung in den Dienstleistungsunternehmen im Oktober auf den niedrigsten Wert seit 13 Monaten gefallen und hat die Erwartungen von Analysten damit deutlich verfehlt.

Im weiteren Wochenverlauf werden die Anleger vor allem auf die anstehenden US-Parlamentswahlen blicken. Im Vorfeld dürfte vor allem Zurückhaltung an den Märkten herrschen.

Vor dem Hintergrund der am Freitagabend veröffentlichten Ergebnisse des europäischen Banken-Stresstests rückten Bankwerte in den Fokus. Im Allgemeinen sind die Banken europaweit besser für eine neue Wirtschafts- und Finanzkrise gerüstet als noch vor einigen Jahren. Das geht aus dem jüngsten Stresstest der Europäischen Banken-Aufsichtsbehörde EBA hervor. Getestet wurde auf Grundlage der Bankbilanzen Ende 2017, wie widerstandsfähig die Geldhäuser im Fall eines kräftigen Konjunktureinbruchs wären.

Als die größten Sorgenkinder entpuppten sich dabei Barclays aus Großbritannien und die italienische Banco BPM. Barclays erreichte im adversen Szenario eine harte Kernkapitalquote von 6,37 Prozent, BPM kam auf 6,67 Prozent. Barclays verloren im Londoner Frühhandel minimale 0,07 Prozent und Banco BPM gaben in Mailand 1,85 Prozent ab.

Bei den beiden italienischen Branchenkollegen UniCredit und Intesa Sanpaolo hielten sich die harten Kapitalpuffer im angenommenen Krisenszenario bis zum Jahr 2020 dagegen über der Marke von neun Prozent. Die Aktien der Intesa Sanpaolo rutschten mit minus 2,21 Prozent dennoch ans Ende des Euro-Stoxx-50 ab. UniCredit sanken um 0,97 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA087 2018-11-05/09:39




Kommentieren