Letztes Update am Mo, 05.11.2018 10:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Boxverband AIBA droht weiter Olympia-Ausschluss



Lausanne (APA/dpa) - Dem Weltverband der Amateurboxer (AIBA) droht nach seiner Präsidentenwahl am Wochenende weiter der Ausschluss von den Olympischen Sommerspielen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) behält sich weiterhin vor, „die Einbeziehung des Boxens ins Programm der Spiele 2020 in Tokio und 2024 in Paris zu überprüfen“. Das teilte das IOC am Montag mit.

Die AIBA hatte bei ihrem Kongress am Wochenende in Moskau den Usbeken Gafur Rachimow mit deutlicher Mehrheit zu ihrem Präsidenten gewählt. Dem in Dubai lebenden Geschäftsmann wird vorgeworfen, eine bedeutende Rolle in der organisierten Kriminalität zu spielen. Rachimow bestreitet die Vorwürfe und geht mit seinen Anwälten gegen die Behauptungen vor.

Das IOC betrachtet den Umgang der AIBA mit den Themen Rechtsprechung, Finanzierung, Antidopingprogramm und Verbandsführung mit Sorge. „Wie geplant werden wir diese Bereiche auf der nächsten Sitzung des Exekutivkomitees vom 30. November bis zum 2. Dezember in Tokio bewerten“, teilte das IOC mit. Weitere Maßnahmen werde das IOC nicht nur von Entscheidungen und Stellungnahmen der AIBA abhängig machen, sondern auch von der erfolgreichen Umsetzung dieser Beschlüsse und einer nachhaltigen Reform des Verbandes.

Das IOC erwägt, die AIBA von den Spielen in Tokio auszuschließen, nicht aber die Boxer. „Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um die Athleten zu schützen und ein Boxturnier bei den Spielen in Tokio zu haben“, teilte das IOC mit.




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