Letztes Update am Mo, 05.11.2018 11:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen im Minus



Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben den Handel am Montag einheitlich im Minus beendet. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 344,67 Zähler oder 1,55 Prozent auf 21.898,99 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor ebenfalls um deutliche 551,96 Zähler (minus 2,08 Prozent) auf 25.934,39 Einheiten. Der Shanghai Composite gab 11,05 Punkte oder 0,41 Prozent auf 2.665,43 Punkte ab.

Auch die Märkte in Indien und Australien verzeichneten Abschläge. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 34.950,70 Zählern mit minus 60,95 Punkten oder 0,17 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 31,0 Zähler oder 0,52 Prozent auf 5.904,80 Einheiten.

Einmal mehr lasteten Unsicherheiten rund um den Handelskonflikt zwischen den USA und China auf der Stimmung. Nach der Hoffnung auf eine Übereinkunft zwischen den beiden Ländern in der vergangenen Woche kamen am Wochenende wieder gemischte Signale aus den USA.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag noch Zuversicht für eine baldige Einigung demonstriert. Anschließend dämpfte jedoch sein Wirtschaftsberater Larry Kudlow die Erwartungen: Die Washingtoner Regierung arbeite bisher nicht an einem konkreten Plan für ein Handelsabkommen mit China, sagte Kudlow dem Sender CNBC.

Indessen hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping eine weitere Öffnung des chinesischen Marktes versprochen. Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA wandte sich Xi am Montag in einer Rede zur Eröffnung der ersten internationalen Importmesse (CIIE) in Shanghai gegen Protektionismus und setzte sich für ein freies weltweites Handelssystem ein.

Negative Impulse kamen von der Datenfront. In der Volksrepublik ist die Stimmung in den Dienstleistungsunternehmen im Oktober auf den niedrigsten Wert seit 13 Monaten gefallen und hat die Erwartungen von Analysten damit deutlich verfehlt.

Zudem behalten die Anleger die Ölpreise genau im Auge. Ab heute treten neue US-Sanktionen gegen die Öl- und Finanzwirtschaft des Iran in Kraft. Die Maßnahmen sollen die Islamische Republik zu außenpolitischen Zugeständnissen nötigen. Zum Wochenstart zeigten sich die beiden Ölsorten Brent und WTI allerdings nur wenig verändert.

Unternehmensseitig blieb es indessen ruhig. So ging es in Tokio für Fast Retailing um 4,76 Prozent bergab, nachdem die Mutter der Modefirmen Uniqlo und Comptoir des Cotonniers einen Umsatzrückgang gemeldet hatte.

Im Hang Seng Index in Hongkong schlossen nur zwei Werte im grünen Bereich. China Petroleum zogen um 1,06 Prozent an und Bank of Communication gewannen 0,17 Prozent.




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