Letztes Update am Mo, 05.11.2018 11:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wütende Dorfbewohner töteten Tiger in Indien



Neu-Delhi (APA/dpa) - In Indien ist erneut ein Tiger getötet worden, der für den Tod eines Menschen verantwortlich gemacht wurde. Wütende Bewohner des Dorfes Chaltua griffen das Tier am späten Sonntagabend im nordindischen Dudhwa-Tigerreservat mit Äxten, Speeren sowie Eisenstangen an und überfuhren es schließlich mit einem Traktor, wie ein Sprecher der Forstbehörde am Montag mitteilte.

Einen Tiger zu töten, ist laut dem Tierschutzgesetz illegal. Der Sprecher kündigte Ermittlungen und Festnahmen an. Die Menschen verprügelten demnach auch Parkwächter. Zuvor soll das weibliche Tier einen Mann aus dem Dorf, das in dem Nationalpark liegt, getötet haben.

Erst am Freitag war eine Tigerin im Westen Indiens nach einer groß angelegten Jagd erschossen worden: Das „Avni“ genannte Tier soll seit Juni 2016 bis zu 13 Menschen am Rande eines Waldes getötet haben.

Tierschützer und -freunde protestierten in beiden Fällen im Internet. In Indien lebt die größte Zahl wilder Tiger weltweit. Nach Angaben der nationalen Tigerschutzbehörde wurden 2015 dort 2.226 Tiere gezählt. Der Königstiger ist das Nationaltier Indiens.




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