Letztes Update am Mo, 05.11.2018 12:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zu Mittag moderat im Plus



Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen Europas sind am Montag im Mittagshandel nicht vom Fleck gekommen, an den meisten Märkten gab es jedoch ein kleines Plus zu verzeichnen. Der Euro-Stoxx-50 gewann gegen 12.15 Uhr moderate 7,47 Einheiten oder 0,23 Prozent auf 3.221,88 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte mit 11.530,89 Punkten und plus 11,90 Einheiten oder 0,10 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London erhöhte sich um 6,00 Zähler oder 0,08 Prozent und steht nun bei 7.100,12 Stellen.

Zum Start der neuen Woche blicken die Anleger wieder mit Sorge auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China. In der Vorwoche hatte US-Präsident Donald Trump noch Zuversicht für eine baldige Einigung demonstriert. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow dämpfte die Erwartungen am Wochenende jedoch wieder und sagte, die Washingtoner Regierung arbeite bisher nicht an einem konkreten Plan für ein Handelsabkommen mit China.

Enttäuscht haben zudem neue Wirtschaftsdaten aus China. In der Volksrepublik ist die Stimmung in den Dienstleistungsunternehmen im Oktober auf den niedrigsten Wert seit 13 Monaten gefallen und hat die Erwartungen von Analysten damit deutlich verfehlt.

Im weiteren Wochenverlauf werden die Anleger vor allem auf die anstehenden US-Parlamentswahlen blicken. Im Fokus bleiben zudem die Ölpreise, nachdem am Wochenende neue US-Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor in Kraft getreten sind. Zum Wochenstart zeigten sich die beiden Ölsorten Brent und WTI jedoch stabil, in den vergangenen vier Wochen sind die Kurse sogar um ca. 15 Prozent gefallen. Die Analysten der Commerzbank erklären dies mit der deutlichen Ausweitung des Ölangebots durch OPEC, Russland und die USA. Unter den Einzelwerten waren Ölwerte gesucht. Total zogen um 1,25 Prozent an und Eni gewannen 0,52 Prozent.

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtete sich zudem auf Bankwerte, nachdem am Freitagabend die Ergebnisse des europäischen Banken-Stresstests veröffentlicht worden waren. Im Allgemeinen sind die Banken europaweit besser für eine neue Wirtschafts- und Finanzkrise gerüstet als noch vor einigen Jahren. Getestet wurde auf Grundlage der Bankbilanzen Ende 2017, wie widerstandsfähig die Geldhäuser im Fall eines kräftigen Konjunktureinbruchs wären.

Von großem Interesse waren die Ergebnisse der italienischen Banken. Diese fielen gemischt aus. Während sich bei UniCredit und Intesa Sanpaolo die harten Kapitalpuffer im angenommenen Krisenszenario bis zum Jahr 2020 über der Marke von neun Prozent halten konnten, entpuppte sich die Banco BPM als eines der größten Sorgenkinder. BPM erreichte im adversen Szenario eine harte Kernkapitalquote 6,67 Prozent.

Die Aktien der Intesa Sanpaolo rutschten mit minus 2,19 Prozent dennoch ans Ende des Euro-Stoxx-50 ab. UniCredit sanken um 1,56 Prozent und Banco BPM verloren 2,76 Prozent.

Die beiden britischen Bankhäuser Barclays und Lloyds schnitten ebenfalls schwach bei dem Test ab. Barclays notierten zu Mittag um 0,15 Prozent tiefer und Lloyds gaben 0,81 Prozent ab.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA213 2018-11-05/12:19




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