Letztes Update am Mo, 05.11.2018 12:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Eishockey: Salzburg hofft in Rouen auf Grundstein für CHL-Aufstieg



Rouen/Salzburg (APA) - Red Bull Salzburg will am Dienstag (20.00 Uhr/live ORF Sport +) in Frankreich den Grundstein zum erstmaligen Viertelfinal-Einzug eines österreichischen Teams in der Champions Hockey League (CHL) legen. Die Bullen gelten im Achtelfinal-Duell mit dem französischen Meister Rouen Dragons als leichter Favorit. Die Entscheidung fällt im Rückspiel am 20. November im Salzburger Volksgarten.

Bisher hat in noch kein österreichischer Club ein K.o.-Duell in der CHL gewonnen, die seit 2014 Europas wichtigsten Eishockey-Clubbewerb darstellt. Salzburg erreichte 2014/15 sowie in der Vorsaison bereits jeweils das Achtelfinale, scheiterte dort aber an den schwedischen Clubs Lulea bzw. Växjö Lakers. 2018 scheinen die Chancen ungleich größer - auch wenn es gegen das mit Abstand beste Team Frankreichs geht.

Sieben der vergangenen elf französischen Meisterschaften hat sich Rouen gesichert. Die Stadt in der Normandie gilt längst als so etwas wie Frankreichs „Hockey Town“. In der laufenden Saison haben die Dragons alle ihre 15 bisherigen Ligaspiele gewonnen und führen die Tabelle fünf Punkte vor Grenoble an. Die Salzburger liegen in der heimischen EBEL nach 17 Runden auf Rang vier.

„Das erste Spiel wird sicher schon ausschlaggebend für das Gesamtergebnis sein, daher wollen wir einen guten Start erwischen und das Spiel gewinnen“, erklärte Salzburg-Verteidiger Dominique Heinrich vor der Abreise nach Frankreich. Rouen habe in der Gruppenphase überzeugt, ließ dort als Zweiter hinter Oulun Kärpät (FIN) die Nürnberg Ice Tigers und Mountfield HK aus Tschechien hinter sich. „Wir müssen uns auf einen starken Gegner vorbereiten.“

Die Salzburger müssen in der 2.750 Zuschauer fassenden Ile Lacroix auf jeden Fall auf die rekonvaleszenten Thomas Raffl, Brent Regner, Alexander Cijan und Florian Baltram verzichten. Erklärtes Ziel ist der Aufstieg. „Wir haben gute Chancen, eine Runde weiterzukommen“, meinte Heinrich. „Aber es sind nur noch starke Mannschaften im Bewerb und wir werden jeden Gegner gleich behandeln, egal ob er aus Frankreich, Schweden oder aus der Schweiz kommt.“




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