Letztes Update am Mo, 05.11.2018 14:11

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Chancenreichtum als Kern der „Marke Vorarlberg“ definiert



Bregenz (APA) - Wenn Menschen in Zukunft an Vorarlberg denken, soll ihnen zuerst das Wort „chancenreich“ in den Sinn kommen. Das hat ein 30-köpfiges Projektteam im Rahmen des im Frühjahr gestarteten Prozesses der Entwicklung einer „Marke Vorarlberg“ definiert. Ziel der Markenpositionierung sei es, den internationalen Bekanntheitsgrad Vorarlbergs zu steigern. Bisher wurden in den Prozess 200.000 Euro investiert.

„Wir sind noch lange nicht am Ende“, sagte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP), einer der Initiatoren des Markenprozesses, am Montag bei der Präsentation der ersten Zwischenergebnisse des Projektes in Bregenz. Vorarlberg sei ein innovatives und stabiles Bundesland mit zahlreichen Spitzenleistungen und hoher Lebensqualität. Diese gelte es zu sichern und weiterzuentwickeln, umriss der Landeschef die Bedeutung eines derartigen Prozesses, den zwar beinahe jedes Unternehmen, kaum aber noch eine Region oder Nation durchlaufen hat. Als wichtigste Zielsetzung für eine klare Positionierung nannte Wallner „gemeinsam in einem engagierten Dialog an der Zukunft Vorarlbergs zu bauen“ - ohne politische Vorgaben und Einmischungen, wie er betonte.

„Bis 2035 soll das westlichste Bundesland Österreichs der chancenreichste Lebensraum für Kinder werden“, präsentierte Klaus-Dieter Koch vom deutschen Managementberatungsunternehmen Brand Trust die in zahlreichen Workshops definierte Markenstrategie. Im Wort „chancenreich“ lägen zahlreiche Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten, das Wort „Kinder“ assoziiere man auch mit Begriffen wie Lebenslust, Neugier, Mut und Unvoreingenommenheit.

In einem nächsten Schritt soll nun auch die Bevölkerung am Prozess der Markenbildung beteiligt werden. Dazu werden noch im November vier Zukunftswerkstätten in Feldkirch, Vandans, Bludenz und Bezau abgehalten. Vorarlberger sind aber auch aufgerufen, an einer Online-Befragung (www.marke-vorarlberg.at/mitmachen) teilzunehmen.

Am Ende des Markenbildungsprozesses soll eine Art „Gütesiegel“ stehen, das „die einzigartige Vorarlberger Art verkörpert und den Blick von innen wie von außen schärft“, hatte Wallner bereits im April definiert. Die Marke könne zur positiven Wahrnehmung der Region über vielfältige Themenbereiche hinweg beitragen. Insgesamt wurden in den Markenprozess bisher rund 200.000 Euro investiert, für 2019 sind 250.000 Euro budgetiert. Allerdings werde das Projekt während des Landtagswahlkampfs unterbrochen und erst danach wieder fortgesetzt, informierte Wallner, der die Definition und Auswahl konkreter Leitprojekte im wesentlichen als eine Aufgabe der nächsten Legislaturperiode sah.




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